audorf 380kv 09 kv trasse mit schwer zugaenglichen bereichen im wald mit wurzelschutz aus fluessigboden und thermische bettung

Lern-Referenz · Erdkabelbau

Audorf – 220-/380-kV-Kabeltrassen und Leerrohrversuch

Kabelschutzrohr-Bettung und technischer Verfüllversuch am Umspannwerk

Eckdaten

Das Projekt auf einen Blick

Spannungsebenen
220 kV und 380 kV
Ort
Audorf
Kabelschutzrohre
DN 300
Baugrund
Überwiegend sandige Schluffe, teilweise bindige Anteile
Grundwasser bei Schürfungen
Nicht angetroffen
Bettungsmaterial
Thermisch stabilisierender Flüssigboden (FB-kf)
Ausgangsmaterial
Örtlicher Aushubboden
Zusätzlicher Versuch
Leerrohr-Verfüllversuch

Im Bereich des Umspannwerks Audorf war die bestehende 220-kV-Schaltanlage mit einer neu errichteten 380-kV-Schaltanlage zu verbinden. Dafür waren mehrere erdverlegte Hochspannungskabelsysteme und zugehörige Kabelschutzrohre in offenen Gräben herzustellen.

Die Rohrbettung musste gleichmäßig und setzungsarm sein. Hochspannungskabel erzeugen Verlustwärme; für die Trasse waren eine stabile Wärmeableitung und die Vermeidung thermischer Hotspots zu berücksichtigen. Der örtliche Baugrund aus überwiegend sandigen Schluffen mit teilweise bindigen Anteilen stellte Anforderungen an Verdichtung, Feuchtetoleranz und Lastübertragung.

Während der Verfüllung mussten die Rohrsysteme gegen Auftrieb gesichert werden. Ein zusätzlicher Leerrohrversuch sollte Einbauverhalten, Auftriebskräfte, Verfüllqualität und Rückverfestigung des Materials untersuchen.

Problemstellung

Die Kernprobleme

1

Rohrsysteme gegen Auftrieb sichern

Problem

Beim Einbringen des fließfähigen Materials entstehen Auftriebskräfte. Die Kabelschutzrohre dürfen während der Verfüllung nicht aufschwimmen.

Lösungsansatz

Temporäre Fixierung mit Zugpfählen, Rohrverlegehilfen und mechanischer Sicherung.

2

Setzungsarme Rohrbettung herstellen

Problem

Die Kabelschutzrohre benötigen eine homogene Bettung. Setzungsdifferenzen zwischen Grabenverfüllung und Umgebungsboden sollen minimiert werden.

Lösungsansatz

Vollständiger Rohrumschluss und Nachweise zu Tragfähigkeit und Setzungsverhalten.

3

Verlustwärme gleichmäßig abführen

Problem

Hochspannungskabel erzeugen Verlustwärme. Eine stabile Wärmeabfuhr entlang der Trasse und die Vermeidung thermischer Hotspots waren erforderlich.

Lösungsansatz

Thermisch stabilisierende Bettung und Kontrolle der Wärmeleitfähigkeit.

4

Örtlichen Aushubboden nutzen

Problem

Der anfallende Boden sollte innerhalb der Baustelle wiederverwendet werden, um Bodenaustausch, Deponiemengen und Transporte zu reduzieren.

Lösungsansatz

Aufbereitung des örtlichen Aushubbodens zu Flüssigboden.

5

Rohrblöcke im offenen Graben verlegen

Problem

Mehrere Kabelschutzrohre mussten mit definiertem Abstand zur Grabensohle verlegt und für die Verfüllung vorbereitet werden.

Lösungsansatz

Rohrblöcke, Rohrauflager und vorbereitende Sicherungen.

6

Leerrohr-Verfüllqualität belegen

Problem

Ein zusätzlicher Versuch sollte Einbauverhalten, Auftriebskräfte, Umschließung und Rückverfestigung von Flüssigboden im Leerrohrsystem untersuchen.

Lösungsansatz

Kontrollierter Versuchsaufbau mit Öffnung und Dokumentation des verfüllten Rohrsystems.

Bildstrecke

Nur für Teilnehmende

Die vollständige Lern-Referenz – exklusiv für Teilnehmende

Alles, was Sie brauchen, um die Lösung auf Ihr eigenes Projekt zu übertragen. Freigeschaltet für alle, die die passende Präsenzschulung oder den passenden Online-Kurs gebucht haben.

Dieser Inhalt ist Teil von Präsenzschulung oder Online-Kurs

Wer die passende Präsenzschulung oder den passenden Online-Kurs gebucht hat, erhält Zugang zur vollständigen Referenz mit allen Nachweisen, Plänen und Checklisten.

Inhalt der vollständigen Referenz

9 Abschnitte
  1. Projektübersicht und technische Zielsetzungen Verbindung der Schaltanlagen und Anforderungen an Kabelbettung, Wärmeabfuhr und Ressourceneinsatz.
  2. Baugrund, Wasser und Ausgangsmaterial Sandige Schluffe, bindige Anteile und die Verwendung des örtlichen Aushubbodens.
  3. Grabenbau und Verlegung der Kabelschutzrohre Aushub, DN-300-Rohrsysteme, Rohrauflager und Vorbereitung der Verfüllung.
  4. Auftriebssicherung der Rohrsysteme Temporäre Fixierung der Rohrblöcke gegen Auftrieb beim Einbau des Flüssigbodens.
  5. Herstellung und Einbau des Flüssigbodens Kontinuierliche, energiearme Verfüllung und vollständige Umschließung der Rohre.
  6. Geotechnische und thermische Nachweise Rohrstatik, Setzungsverhalten, Laborprüfungen und Anforderungen an die Wärmeableitung.
  7. Leerrohr-Verfüllversuch und Ergebnisbeobachtung Versuchsaufbau, Einbauverhalten, Auftrieb, Verfüllqualität und Rückverfestigung.
  8. Bauweise, Ressourcen und Gesamtbewertung Vergleich zur Sandbettung sowie Wiederverwendung des örtlichen Bodens und Transportreduktion.
  9. Fotodokumentation Kabelgraben, Mischplatz, Auftriebssicherung, Verfüllung und ergänzender Leerrohr-Verfüllversuch.