Im Bereich des Umspannwerks Audorf war die bestehende 220-kV-Schaltanlage mit einer neu errichteten 380-kV-Schaltanlage zu verbinden. Dafür waren mehrere erdverlegte Hochspannungskabelsysteme und zugehörige Kabelschutzrohre in offenen Gräben herzustellen.
Die Rohrbettung musste gleichmäßig und setzungsarm sein. Hochspannungskabel erzeugen Verlustwärme; für die Trasse waren eine stabile Wärmeableitung und die Vermeidung thermischer Hotspots zu berücksichtigen. Der örtliche Baugrund aus überwiegend sandigen Schluffen mit teilweise bindigen Anteilen stellte Anforderungen an Verdichtung, Feuchtetoleranz und Lastübertragung.
Während der Verfüllung mussten die Rohrsysteme gegen Auftrieb gesichert werden. Ein zusätzlicher Leerrohrversuch sollte Einbauverhalten, Auftriebskräfte, Verfüllqualität und Rückverfestigung des Materials untersuchen.