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Lern-Referenz · Erdkabelbau

Bremen-Farge – 110-kV-Kabeltrasse zum Umspannwerk

Kabelbettung unter wechselnden Boden- und thermischen Anforderungen

Eckdaten

Das Projekt auf einen Blick

Spannungsebene
110 kV
Bauweise
Offener Kabelgraben
Ort
Bremen-Farge
Umsetzung
2014
Anlage
Erdverlegte Kabeltrasse
Bettung
RSS-Flüssigboden
Ausgangsstoff
Örtlicher Aushub
Qualitätssicherung
Eigen- und Fremdüberwachung

Für die 110-kV-Kabelanbindung des Umspannwerks Farge wurde eine erdverlegte Trasse in offener Bauweise hergestellt. Entlang des Grabens wechselten Korngrößen, Wassergehalte und Verdichtbarkeit des örtlichen Bodens; stellenweise lagen Auffüllungen vor.

Die Kabelschutzrohre verlangten eine gleichmäßige Bettung mit begrenzter Verformung und sicherer Lastverteilung. Während des Einbaus war auch die Auftriebssicherheit zu beachten.

Für den Betrieb musste die Bettung Verlustwärme abführen. Ringspalte und wechselnde Feuchte konnten die thermischen Bedingungen der Kabeltrasse beeinträchtigen.

Problemstellung

Die Kernprobleme

1

Wechselnde Böden

Problem

Korngrößen, Feuchte und Verdichtbarkeit wechselten entlang des Kabelgrabens.

Lösungsansatz

Der örtliche Aushub wurde für eine definierte Bettung aufbereitet.

2

Gleichmäßige Rohrlagerung

Problem

Die Kabelschutzrohre verlangten begrenzte Verformung und gleichmäßige Lastverteilung.

Lösungsansatz

Die Bettung wurde auf vollständigen Rohrkontakt ausgelegt.

3

Wärmeabfuhr der Kabel

Problem

Verlustwärme musste auch bei wechselnder Feuchte abgeführt werden; Ringspalte waren zu vermeiden.

Lösungsansatz

Der thermische Kontakt zwischen Schutzrohr und Bettung stand im Mittelpunkt.

4

Nutzung des Aushubs

Problem

Schlecht verdichtbare und unterschiedlich feuchte Böden erschwerten eine direkte Wiederverwendung.

Lösungsansatz

Die Materialaufbereitung und Rezeptursteuerung wurden Teil des Bauprozesses.

5

Verfüllung um die Rohre

Problem

Im offenen Graben konnten Hohlräume und Auftrieb im frischen Bettungsmaterial die Rohrlage beeinträchtigen.

Lösungsansatz

Der fließfähige Einbau sollte die Rohre vollständig umschließen.

6

Nachweis der Ausführung

Problem

Rezeptur, Materialeigenschaften und Einbauparameter mussten nachvollziehbar bleiben.

Lösungsansatz

Eigen- und Fremdüberwachung begleiteten die Ausführung.

Bildstrecke

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Inhalt der vollständigen Referenz

9 Abschnitte
  1. Bauaufgabe und Trassenführung Die 110-kV-Anbindung, offene Bauweise und Anforderungen an die Kabelbettung.
  2. Heterogener Baugrund und Aushub Welche Bodenunterschiede die Herstellung einer gleichmäßigen Bettung erschwerten.
  3. Rohrstatik und Bauzustand Lastverteilung, Rohrverformung und Auftriebssicherheit bei der Verlegung.
  4. Thermische Aufgabe der Kabelbettung Wärmeabfuhr und Kontakt zwischen Schutzrohr und Bettungsmaterial.
  5. Aufbereitung des örtlichen Bodens Vom Aushub zum einbaufähigen RSS-Flüssigboden.
  6. Einbau und Rohrumschluss Fließfähige Verfüllung um die Kabelschutzrohre im offenen Graben.
  7. Qualitätssicherung beim Einbau Rezeptur-, Material- und Baustellenkontrolle sowie dokumentierte Prüfungen.
  8. Materialkreislauf und Bewertung Wiederverwendung des Aushubs, Logistik und Grenzen der dokumentierten Aussagen.
  9. Fotodokumentation Kuratierte Aufnahmen von Aushub, Leitungsführung, Materialaufbereitung und Verfüllung.