Wechselnder Baugrund
Problem
Heterogene, teils bindige Schichten und örtliche Auffüllungen machten eine gleichmäßige konventionelle Bettung aufwendig.
Lösungsansatz
Die örtlichen Böden wurden als möglicher Rezepturbestandteil bewertet.
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Lern-Referenz · Erdkabelbau
Mehrlagige Kabelschutzrohre in wechselndem Baugrund
Eckdaten
Im Umfeld des Umspannwerks Ensdorf war eine neue 110-kV-Kabeltrasse mit mehreren Lagen von Kabelschutzrohren herzustellen. Die offene Grabenbauweise traf auf heterogene Bodenschichten, wechselnde Kornverteilungen, örtliche Auffüllungen und unterschiedliche Bodenfeuchten.
Während des Einbaus mussten die Rohrlagen gegen Auftrieb gesichert werden. Im späteren Betrieb waren Rohrverformungen unter Verkehrslast und eine gleichmäßige Lastverteilung im Bettungsbereich zu beachten.
Die Verlustwärme der elektrischen Leiter stellte zusätzliche Anforderungen an die Bettung. Die Wärmeabfuhr sollte langfristig funktionieren; dafür waren sowohl die Eigenschaften des Bettungsmaterials als auch der Kontakt zu den Schutzrohren maßgeblich.
Problemstellung
Problem
Heterogene, teils bindige Schichten und örtliche Auffüllungen machten eine gleichmäßige konventionelle Bettung aufwendig.
Lösungsansatz
Die örtlichen Böden wurden als möglicher Rezepturbestandteil bewertet.
Problem
Mehrlagige Kabelschutzrohre können beim Einbau in fließfähiges Material aufschwimmen und ihre Lage verändern.
Lösungsansatz
Einbau und Lagesicherung werden aufeinander abgestimmt.
Problem
Verlustwärme der Leiter muss dauerhaft über die Bettung abgeführt werden. Ringspalte verschlechtern den Kontakt.
Lösungsansatz
Material und Rohrumschließung werden gemeinsam thermisch betrachtet.
Problem
Ungleichmäßige Bettung und lokale Verdichtungskräfte können die Schutzrohre verformen.
Lösungsansatz
Die mechanischen Eigenschaften der Bettung werden mit der Rohrstatik abgeglichen.
Problem
Wassergehalt und Kornverteilung des örtlichen Bodens ändern sich entlang der Trasse. Eine feste Mischung passt nicht zwangsläufig zu jeder Charge.
Lösungsansatz
Aufbereitung und Rezepturziele werden an das Material angepasst.
Problem
Eine Mischung muss sowohl die Wärmeabfuhr als auch Fließfähigkeit, Rückverfestigung und Lastverteilung erfüllen.
Lösungsansatz
Ein Prüfkonzept bezieht alle Zielparameter aufeinander.
Bildstrecke
Baufeld am Umspannwerk
Die geplante Trasse verläuft durch das technische Umfeld des Umspannwerks.
Vorbereitung des Aushubbodens
Der örtliche Boden wird für die Flüssigbodenherstellung vorbereitet.
Mehrlagige Schutzrohre im Graben
Die Rohrlagen liegen für die anschließende Bettung bereit.
Flüssigbodeneinbau an den Rohren
Der vorbereitete Boden wird als fließfähige Bettung eingebracht.
Abgeschlossene Grabenverfüllung
Nach der Verfüllung ist der Trassenbereich am Umspannwerk geschlossen.
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