Im Zuge der Verlegung einer 110-kV-Kabeltrasse am Riederwaldtunnel in Frankfurt war ein rund 1,89 km langer Abschnitt unter innerstädtischen Bedingungen herzustellen. Die Führung entlang einer zurückgebauten Bahntrasse, Straßenquerungen und eine DB-Querung führten zu wechselnden Bau- und Platzverhältnissen.
Heterogene Auffüllungen mit sandig-kiesigen und bindigen Anteilen, teils LAGA-klassifizierte Böden sowie unterschiedliche Grabengeometrien erschwerten eine einheitliche Bettung. Mehrlagige 110-kV- und 30-kV-Leerrohrbündel erforderten Nachweise zur Rohrstatik, zum Auftrieb im fließfähigen Zustand und zu Verformungen unter Verkehrslasten.
Für die 110-kV-Kabel mussten Wärmeableitung und Wärmeübergangswiderstand berücksichtigt werden. Ringspalten im Rohrumfeld und unterschiedliche Materialeigenschaften konnten die thermische Belastbarkeit beeinträchtigen.