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Lern-Referenz · Erdkabelbau

Frankfurt – 110-kV-Kabeltrasse am Riederwaldtunnel

Thermisch optimierte Bettung einer innerstädtischen Kabeltrasse

Eckdaten

Das Projekt auf einen Blick

Ort
Frankfurt am Main – Riederwald
Flüssigbodenabschnitt
ca. 1,89 km
Kabelsysteme
110 kV und 30 kV
Trassenführung
entlang zurückgebauter Bahntrasse
Querungen
Straßen und DB per Microtunneling
Baugrund
heterogene Auffüllungen
Bettung
thermisch stabilisierender RSS-Flüssigboden
Herstellung
mobiles Mischen örtlichen Aushubs

Im Zuge der Verlegung einer 110-kV-Kabeltrasse am Riederwaldtunnel in Frankfurt war ein rund 1,89 km langer Abschnitt unter innerstädtischen Bedingungen herzustellen. Die Führung entlang einer zurückgebauten Bahntrasse, Straßenquerungen und eine DB-Querung führten zu wechselnden Bau- und Platzverhältnissen.

Heterogene Auffüllungen mit sandig-kiesigen und bindigen Anteilen, teils LAGA-klassifizierte Böden sowie unterschiedliche Grabengeometrien erschwerten eine einheitliche Bettung. Mehrlagige 110-kV- und 30-kV-Leerrohrbündel erforderten Nachweise zur Rohrstatik, zum Auftrieb im fließfähigen Zustand und zu Verformungen unter Verkehrslasten.

Für die 110-kV-Kabel mussten Wärmeableitung und Wärmeübergangswiderstand berücksichtigt werden. Ringspalten im Rohrumfeld und unterschiedliche Materialeigenschaften konnten die thermische Belastbarkeit beeinträchtigen.

Problemstellung

Die Kernprobleme

1

Wechselnde Böden im innerstädtischen Trassenraum

Problem

Heterogene Auffüllungen und teils klassifizierte Böden trafen auf unterschiedliche Grabengeometrien und enge Baustellenflächen.

Lösungsansatz

Der örtliche Aushub wurde abschnittsbezogen bewertet und für die weitere Verwendung vorbereitet.

2

Örtlichen Aushub als Bettungsmaterial einsetzen

Problem

Eine konventionelle Sandbettung hätte Bodenaustausch, Anlieferung und Abtransport erfordert.

Lösungsansatz

Die Materialeigenschaften wurden durch Trennung, Aufbereitung und Rezepturführung eingestellt.

3

Auftrieb und Rohrverformung begrenzen

Problem

Mehrlagige Leerrohrbündel mussten während der fließfähigen Verfüllung lage- und verformungssicher bleiben.

Lösungsansatz

Positionierung und Bauzustände wurden zusammen mit den statischen Nachweisen geplant.

4

Hohlräume zwischen Kabelschutzrohren schließen

Problem

Enge Zwischenräume im Rohrblock erschwerten eine gleichmäßige Bettung ohne Ringspalten.

Lösungsansatz

Ein fließfähiger Einbau und die abgestimmte Verfüllfolge sollten alle Rohre umschließen.

5

Wärme aus dem Kabelsystem ableiten

Problem

Die 110-kV-Kabel verlangten eine definierte Wärmeableitung trotz dichter, mehrlagiger Bettung.

Lösungsansatz

Die Materialkennwerte und die Rohrblockgeometrie wurden thermisch geprüft.

6

Verbauziehen und Bauzustände nachweisen

Problem

Beim Ziehen des Verbaus konnten sich Lasten und Verformungen je nach Materialzustand ändern.

Lösungsansatz

Die FEM-Betrachtung bildete flüssige, plastische und feste Zustände in mehreren Phasen ab.

Bildstrecke

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Inhalt der vollständigen Referenz

9 Abschnitte
  1. Trassenführung und Bauaufgabe Innerstädtischer 110-kV-Abschnitt mit mehreren Querungen und wechselnden Bauverfahren.
  2. Baugrund und örtlicher Aushub Heterogene Auffüllungen, klassifizierte Böden und Wiederverwendung vor Ort.
  3. Aufbereitung und Rezeptur des RSS-Flüssigbodens Schaufelseparator, mobile Mischanlage und projektbezogene Materialfunktionen.
  4. Leerrohrbündel, Statik und Auftrieb Mehrlagige 110-kV- und 30-kV-Systeme während Einbau und Rückverfestigung sichern.
  5. Einbau und hohlraumfreier Umschluss Fließfähiger Einbau zwischen den Rohren und abgestimmtes Verbauziehen.
  6. Geotechnische und FEM-Nachweise Rohrverformung und Bauzustände mit zeitabhängigem Materialverhalten bewerten.
  7. Thermische Auslegung der Kabelbettung Homogene Wärmeableitung, geringer Übergangswiderstand und definierte Leitfähigkeit.
  8. Materialkreislauf und Baustellenlogistik Weniger externe Stoffströme durch Aufbereitung des Aushubs am Projektort.
  9. Fotodokumentation Weitere Baustellenfotos sowie Trassenpläne, Rohrblock- und thermische Darstellungen.