Im Fundamentbereich der Nikolaikirche in Leipzig war historisches Mauerwerk dauerhaft durchfeuchtet. Schichtenwasser trug Salze ein und konnte Mörtel und Tragfähigkeit langfristig beeinträchtigen. Die unregelmäßige Geometrie aus Naturstein, Ziegeln, Kellern und Anbauten erschwerte einen einheitlichen Eingriff.
Während der abschnittsweisen Freilegung musste das Bauwerk in jedem Bauzustand standsicher bleiben. Verkehr und Baustellenbetrieb brachten zusätzliche dynamische Einwirkungen in das empfindliche Mauerwerk ein.
Die Lage in der belebten Innenstadt, der laufende Kirchenbetrieb, Denkmalschutz und mögliche archäologische Funde begrenzten Flächen, Taktung und Eingriffe in die historische Substanz.