Viele Leitungen unter Schwerlastflächen
Problem
Kran, Provisorium und Baustellenverkehr mussten Flächen über mehr als zwanzig in Betrieb befindlichen Leitungen nutzen.
Lösungsansatz
Die Schutzform wurde je nach Leitungstiefe und Belastung abgestuft.
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Lern-Referenz · Sonstiges
Bestandsleitungen unter Kran-, Verkehrs- und Mastlasten
Eckdaten
Auf einem Werksgelände in Neckarsulm musste ein Mast einer 380-kV-Freileitung erneuert werden. Die provisorische Maststellung, ein Schwerlastkran und der Baustellenverkehr benötigten Flächen unmittelbar über einer dicht belegten Ver- und Entsorgungsinfrastruktur.
Im Baufeld lagen mehr als zwanzig in Betrieb befindliche Leitungen für Gas, Trinkwasser, Abwasser, Telekommunikation und Strom. Ihre Lagen und Überdeckungen unterschieden sich stark; die Bestandsunterlagen waren teilweise unvollständig. Statische Lasten aus Kran und Verkehr sowie dynamische Einträge aus den Mastarbeiten mussten berücksichtigt werden.
Die Leitungen mussten während der Baumaßnahme versorgungssicher und später zugänglich bleiben. Grundwasser, begrenzte Baugrunddaten und der laufende Werksbetrieb erschwerten Eingriffe zusätzlich.
Problemstellung
Problem
Kran, Provisorium und Baustellenverkehr mussten Flächen über mehr als zwanzig in Betrieb befindlichen Leitungen nutzen.
Lösungsansatz
Die Schutzform wurde je nach Leitungstiefe und Belastung abgestuft.
Problem
Die Leitungen waren gegen große Auflasten und dynamische Einträge aus den Mastarbeiten zu schützen.
Lösungsansatz
Bauteilgeometrie und Rezeptur wurden für beide Beanspruchungen betrachtet.
Problem
Leitungsverlauf, Rohrsohle und Material waren aus den vorhandenen Unterlagen nicht überall sicher abzulesen.
Lösungsansatz
Suchschachtungen und eine abschnittsweise Anpassung der Sicherung waren vorgesehen.
Problem
Ein Teil der Sicherung lag im grundwasserbeeinflussten Boden; Stromkabel brauchten zugleich geeignete thermische Bedingungen.
Lösungsansatz
Wasserhaushalt und Temperaturfeld wurden gesondert modelliert.
Problem
Die Leitungssicherung musste mit kurzen offenen Abschnitten, begrenzten Flächen und weiter laufender Versorgung auskommen.
Lösungsansatz
Der Gewölbeblock wurde in einer getakteten, abschnittsweisen Baufolge geplant.
Problem
Eine dauerhaft starre Konstruktion hätte Wartung und Störungszugang zu den gesicherten Leitungen erschwert.
Lösungsansatz
Die Rezepturen zielten auf einen rückverfestigten und wiederaushebbaren Bodenbaustoff.
Bildstrecke
Bestandsmast über dem Werksgelände
Die Erneuerung des 380-kV-Mastes erforderte Arbeitsflächen über dicht belegtem Untergrund.
Mischplatz für den örtlichen Aushub
Der vorhandene Boden wurde am Baufeld für die Flüssigbodenherstellung aufbereitet.
Freigelegte Bestandsleitung
Suchschachtung und Aushub klären die tatsächliche Lage der Leitung.
Verfüllung am Mastfuß
Der Flüssigboden wird über die Schurre des Fahrmischers eingebracht.
Gesicherte Flächen um den Mastfuß
Die rückverfestigten Bereiche bilden die Grundlage für die weiteren Mastarbeiten.
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