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Lern-Referenz · Erdkabelbau

Nürnberg – innerstädtische 110-kV-Kabeltrasse

Zwei 110-kV-Systeme auf mehr als vier Kilometern im engen Stadtraum

Eckdaten

Das Projekt auf einen Blick

Kabelsysteme
zwei 110-kV-Systeme
Trassenlänge
mehr als 4 km
Bauumfeld
innerstädtisch
Trassenführung
zahlreiche Kreuzungen und Querungen
Thermischer Nachweis
Temperaturfeldmodell
Ausgangsmaterial
örtlicher Bodenaushub
Bauablauf
getaktete Arbeitsweise
Bettungsanforderung
ringspaltfrei und wärmeableitend

In Nürnberg waren zwei 110-kV-Systeme über eine Strecke von mehr als vier Kilometern neu zu verlegen. Die Trasse verlief innerstädtisch, mit vielen Kreuzungen und Querungen sowie engen Platzverhältnissen. Der Bauablauf musste den begrenzten Raum entlang der Straße berücksichtigen.

Das Verfüllmaterial der Kabeltrasse musste die im Betrieb entstehende Wärme dauerhaft ableiten. Ringspalte zwischen Kabelsystem und Bettung hätten den Wärmeübergangswiderstand erhöht. Auch unter erhöhten Temperaturen im Störfall durfte das Material nicht austrocknen.

Hinzu kamen Anforderungen an Restelastizität, langfristig gleichbleibende Eigenschaften und Wiederlösbarkeit für spätere Eingriffe an der Leitung.

Problemstellung

Die Kernprobleme

1

Enge innerstädtische Trasse

Problem

Zwei Kabelsysteme mussten auf mehr als vier Kilometern mit zahlreichen Kreuzungen und Querungen eingebaut werden.

Lösungsansatz

Die Baufolge wurde in kurze, getaktete Abschnitte gegliedert.

2

Wärmeabfuhr im Dauerbetrieb

Problem

Die 110-kV-Systeme erzeugen Wärme, die über die Bettung sicher in den umgebenden Boden gelangen muss.

Lösungsansatz

Ein Temperaturfeldmodell und eine abgestimmte Rezeptur adressierten diese Anforderung.

3

Ringspalte an den Kabeln

Problem

Hohlräume zwischen Leitung und Bettung hätten den Wärmeübergangswiderstand erhöht.

Lösungsansatz

Die Mischung sollte die Kabel dauerhaft gleichmäßig umschließen.

4

Erhöhte Temperatur im Störfall

Problem

Das Bettungsmaterial durfte bei erhöhten Temperaturen nicht austrocknen oder seine Funktion verlieren.

Lösungsansatz

Langzeiteigenschaften und Laborprüfung wurden bereits bei der Rezepturentwicklung berücksichtigt.

5

Lage der Leerrohre im fließfähigen Material

Problem

Die Leerrohre mussten während des Einbaus trotz Auftrieb und enger Grabenverhältnisse in Position bleiben.

Lösungsansatz

Einbauhilfen und Auftriebssicherungen gehörten zur geplanten Bauweise.

6

Spätere Zugänglichkeit

Problem

Bei Störungen muss die Bettung wieder aus dem Hohlraum entfernt werden können.

Lösungsansatz

Wiederlösbarkeit wurde als Eigenschaft der Rezeptur festgelegt.

Bildstrecke

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Inhalt der vollständigen Referenz

9 Abschnitte
  1. Trasse im engen Stadtraum Verlauf, Platzverhältnisse und Anforderungen an den Bauablauf.
  2. Thermische Aufgabe der Kabelbettung Wärmeabfuhr, Ringspaltfreiheit und Verhalten im Störfall.
  3. Temperaturfeldmodell und externe Prüfung Wie die Wärmeabfuhr vor der Ausführung nachgewiesen wurde.
  4. Rezeptur aus örtlichem Ausgangsmaterial Technologische und langfristige Eigenschaften der Mischung.
  5. Laborversuche und Langzeitnachweis Prüfung der relevanten Eigenschaften vor dem Einbau.
  6. Getaktete Bauweise und Grabenbreite Abschnittsweiser Einbau bei begrenztem Platz.
  7. Sicherung der Leerrohre und Muffenbereiche Lagehaltung und Einbauhilfen im Flüssigbodengraben.
  8. Stoffströme und Wiederverwendbarkeit Abstimmung der Materialflüsse und spätere Eingriffe.
  9. Fotodokumentation Weitere Baustellenfotos, Temperaturfeldmodelle und Technologieabbildungen für freigeschaltete Teilnehmende.