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Lern-Referenz · Erdkabelbau

Nürnberg – thermisch stabile Verfüllung von Muffengruben

Wärmeableitung und wiederlösbare Verfüllung im innerstädtischen Kabelbau

Eckdaten

Das Projekt auf einen Blick

Bauaufgabe
Verfüllung von Hochspannungs-Muffengruben
Verfüllmaterial
RSS-Flüssigboden
Einbauort
Muffengruben im städtischen Raum
Materialbasis
örtlich anstehender Boden
Bautechnik
Montage und Verfüllung im Verbau
Verfüllung
bis Geländeoberkante
Wesentliche Anforderung
dauerhafte Wärmeabfuhr
Nachweis
Temperaturfeldmodell

Bei innerstädtischen Hochspannungs-Muffengruben in Nürnberg musste die Wärme der Kabel im späteren Betrieb zuverlässig abgeführt werden. Hohlräume, Austrocknung und Veränderungen der Materialeigenschaften konnten die thermische Funktion beeinträchtigen.

Die Kabelmontage und die Verfüllung fanden in einem Verbau statt. Für den Hochspannungsbereich und die darüberliegende Verfüllung galten unterschiedliche Anforderungen; zugleich musste das Material auch später wieder lösbar bleiben.

Die Projektbeschreibung nennt strenge Anforderungen an Wärmeleitfähigkeit, Druckfestigkeit, Hohlraumfreiheit, Anpresskräfte und Austrocknungsfreiheit. Auch die langfristige Entwicklung der Eigenschaften war zu berücksichtigen.

Problemstellung

Die Kernprobleme

1

Wärme im Kabelbetrieb

Problem

Die Kabel mussten ihre Wärme über die Verfüllung dauerhaft abführen.

Lösungsansatz

Die projektspezifische Rezeptur wurde auf thermische Funktion ausgelegt.

2

Hohlräume an den Leitungsbauteilen

Problem

Fehlender Materialkontakt hätte Wärmeabfuhr und Einbettung beeinträchtigen können.

Lösungsansatz

Verfüllung und Qualitätskontrolle zielten auf hohlraumfreien Einbau.

3

Montage im engen Verbau

Problem

Die Kabelbauteile mussten im Verbau montiert und anschließend verfüllt werden.

Lösungsansatz

Der Bauablauf verband Montage und Flüssigbodenverfüllung.

4

Unterschiedliche Verfüllbereiche

Problem

Hochspannungsbereich und darüberliegende Verfüllung mussten getrennt ausgeführt werden.

Lösungsansatz

Eine Trennschicht gliederte die Verfüllung.

5

Dauerhafte Wiederlösbarkeit

Problem

Die Verfüllung musste auch nach dem Einbau später wieder lösbar bleiben.

Lösungsansatz

Ein plastischer Flüssigboden aus örtlichem Material war dafür vorgesehen.

6

Bodenüberschuss und Entsorgung

Problem

Beim Aushub fiel Material an, dessen Entsorgung möglichst vermieden werden sollte.

Lösungsansatz

Örtlicher Boden wurde als Ausgangsmaterial der Rezeptur eingeplant.

Bildstrecke

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Inhalt der vollständigen Referenz

9 Abschnitte
  1. Ausgangslage und thermische Anforderung Die Muffengruben mussten Wärmeableitung und dauerhafte Materialfunktion der Hochspannungskabel sichern.
  2. Planung der Muffengrubenverfüllung Der Fachplan legte Verfüllung, Baustellenablauf und thermischen Nachweis gemeinsam fest.
  3. Rezeptur aus örtlichem Boden FiFB entwickelte und validierte eine RSS-Flüssigboden-Rezeptur aus örtlichem Ausgangsmaterial.
  4. Montage und Einbau im Verbau Die Kabel wurden im Verbau montiert und anschließend mit Flüssigboden verfüllt.
  5. Trennung der Verfüllbereiche Der Hochspannungsbereich wurde von der darüberliegenden Verfüllung getrennt.
  6. Qualitätskontrollen während der Ausführung Die Kontrollen betrafen mechanische, geometrische und thermische Eigenschaften.
  7. Langzeitfunktion und Wiederlösbarkeit Das Material sollte Wärme dauerhaft abführen und später lösbar bleiben.
  8. Bodenwiederverwendung und Materialverbleib Die Planung sah örtlichen Boden als Ausgangsmaterial und möglichst wenig Entsorgung vor.
  9. Fotodokumentation Weitere Baustellenfotos und Querschnittzeichnungen zu Montage, Verfüllung und Muffengrubenaufbau.