raesfeld 380kv 06 05 aushub entlang der trasse arbeit mit oertlichen boeden 380kv fuer fluessigboden

Lern-Referenz · Erdkabelbau

Raesfeld – 380-kV-Kabeltrasse zwischen Löchte und Diestegge

Erdverlegte Höchstspannungskabeltrasse mit anspruchsvoller Bettung

Eckdaten

Das Projekt auf einen Blick

Spannungsebene
380 kV
Trassenlänge
ca. 3,5 km
Bauweise
Offener Kabelgraben
Strecke
Löchte – Diestegge
Bodenfolge
Sand, Geschiebelehm, Ton, Schluff
Rohrsystem
Mehrlagige Kabelschutzrohre
Verfahren
RSS-Flüssigboden
Nachweise
Rohrstatik, Auftrieb, Verformung

Zwischen den Kabelübergangsstationen Löchte und Diestegge wurde bei Raesfeld eine rund 3,5 km lange 380-kV-Höchstspannungskabeltrasse in offener Bauweise ausgeführt. Entlang der Strecke wechselten sandige Böden, Geschiebelehm sowie tonige und schluffige Zwischenlagen.

Die unterschiedlichen Korngrößen, Eigenfeuchten und teilweise bindigen Böden erschwerten eine gleichmäßige Bettung der mehrlagigen Kabelschutzrohre. Während des Einbaus waren Auftrieb, Rohrverformung und Lastverteilung zu berücksichtigen.

Im Betrieb erzeugen Höchstspannungskabel Verlustwärme. Die Bettung musste den Wärmefluss aus dem Kabelsystem ermöglichen und den Kontakt zu den Schutzrohren dauerhaft sichern.

Problemstellung

Die Kernprobleme

1

Wechselnde Bodenarten

Problem

Sand, Geschiebelehm sowie tonige und schluffige Zwischenlagen erschwerten eine einheitliche Bettung.

Lösungsansatz

Der örtliche Aushub wurde als Ausgangsstoff technisch aufbereitet.

2

Auftrieb der Schutzrohre

Problem

Mehrlagige Rohrsysteme mussten im fließfähigen Einbauzustand ihre Lage behalten.

Lösungsansatz

Sicherungen wurden mit dem Verfüllfortschritt umgesetzt.

3

Wärmeabfuhr der Kabel

Problem

Die 380-kV-Kabel erzeugen Verlustwärme; Ringspalte würden den Wärmeübergang beeinträchtigen.

Lösungsansatz

Die Bettung wurde für vollständigen Rohrkontakt und definierte thermische Eigenschaften ausgelegt.

4

Schwankender Aushub

Problem

Kornverteilung und Eigenfeuchte des örtlichen Materials waren nicht durchgehend gleich.

Lösungsansatz

Rezeptur und Materialziele steuerten die Aufbereitung des Aushubs.

5

Fortlaufende Verfüllung

Problem

Mischplatz, Materialtransport und Rohrlage mussten zum getakteten Einbau passen.

Lösungsansatz

Der Verfüllkeil und die Sicherungen wurden schrittweise geführt.

6

Thermische Kontrolle

Problem

Für die Beurteilung der Kabelbettung wurden Temperaturen an und neben dem Leerrohr betrachtet.

Lösungsansatz

Fühler und baubegleitende Eigenüberwachung begleiteten die Ausführung.

Bildstrecke

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Inhalt der vollständigen Referenz

9 Abschnitte
  1. Trasse und technische Bauaufgabe Rund 3,5 km Höchstspannungskabel zwischen zwei Kabelübergangsstationen.
  2. Bodenfolge und Aushub Sand, Geschiebelehm und bindige Zwischenlagen entlang der Strecke.
  3. Rohrstatik und Auftrieb Mehrlagige Schutzrohre im Bauzustand und späteren Betrieb sichern.
  4. Thermische Auslegung der Bettung Wärmeleitfähigkeit und Übergangswiderstand im Kabelgraben.
  5. Rezeptur und Materialziele Aufbereiteter Aushub als definierter fließfähiger Baustoff.
  6. Mischplatz und getakteter Einbau Materialherstellung, Verfüllkeil und schrittweiser Baufortschritt.
  7. Temperaturbeobachtung und Eigenüberwachung Fühler an der Kabelanlage und Prüfungen während des Einbaus.
  8. Ressourcen und Bewertungsgrenzen Örtlicher Boden, Transporte und die Reichweite der Summary-Aussagen.
  9. Fotodokumentation Weitere Aufnahmen, Trassenpläne, Bauablauf und Unterlagen zur Messung und Eigenüberwachung.