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Lern-Referenz · Wasserbau

Wilhelmshaven – Maadedüker für eine Ölfernleitung DN 700

Gewässerquerung mit Unterwassereinbau von Flüssigboden

Eckdaten

Das Projekt auf einen Blick

Ort
Wilhelmshaven
Gewässer
Maade
Leitung
Ölfernleitung DN 700
Aushubtiefe
bis rund 7 m unter Gewässerspiegel
Einbau
unter Wasser im Kontraktorverfahren
Dükerrinne
eingepresste Spundwände
Grundmaterial
örtlicher Sand
Fachplanung
FBE und FiFB

In Wilhelmshaven musste eine Ölfernleitung DN 700 die Maade queren. Der bestehende Düker war zu ersetzen; die Leitung ließ sich nur für einen kurzen Zeitraum außer Betrieb nehmen. Zugleich durfte der Abflussquerschnitt des Gewässers während der Bauarbeiten nicht eingeschränkt werden.

Die Dükerrinne reichte bis rund 7 m unter den Gewässerspiegel. Der Aushub erfolgte vollständig unter Wasser in wassergesättigten Sanden, die im Auflagerbereich gegenüber Erosion und Suffosion empfindlich waren. Nach Abschluss der Arbeiten musste die Gewässersohle im Sollprofil wiederhergestellt werden.

Die leer laufende Leitung war auftriebsgefährdet. Ihre Lage und Deckung mussten in jedem Bauzustand gesichert sein. Ein benachbartes Naturschutzgebiet, Vorgaben zu Geräusch und Erschütterung sowie die Untersuchung des Aushubs auf Altlasten erhöhten die Anforderungen an den Bauablauf.

Problemstellung

Die Kernprobleme

1

Abflussquerschnitt der Maade erhalten

Problem

Die Dükerrinne musste im Gewässer hergestellt werden, ohne den Abflussquerschnitt während der Arbeiten einzuschränken.

Lösungsansatz

Die Baugrube wurde auf wechselnde Wasserstände und das Überspülen des Arbeitsbereichs ausgelegt.

2

Unterwasseraushub im empfindlichen Sand

Problem

Die Rinne reichte bis rund 7 m unter den Gewässerspiegel. Wassergesättigte Sande im Auflagerbereich waren gegenüber Erosion und Suffosion empfindlich.

Lösungsansatz

Aushub und Materialherkunft wurden auf den Unterwassereinbau und die späteren Auflagerbedingungen abgestimmt.

3

Flüssigboden unter Wasser einbauen

Problem

Die Sohlschicht und spätere Verfüllung mussten unter Wasser eingebaut werden, ohne dass das Material ausgespült wird.

Lösungsansatz

Dafür waren eine geeignete Rezeptur und ein kontrolliertes Einbauverfahren erforderlich.

4

Sichere Sohlschicht herstellen

Problem

Nach dem Aushub musste die Leitung auf einer verlässlichen Sohlschicht aufliegen, obwohl diese unter Wasser hergestellt wurde.

Lösungsansatz

Einbauhöhe und Materialzustand wurden für die erste Verfüllstufe gezielt geführt und überprüft.

5

Auftrieb der leeren Leitung beherrschen

Problem

Die leer laufende DN-700-Leitung war auftriebsgefährdet. Ihre Lage und Deckung mussten in jedem Bauzustand gesichert sein.

Lösungsansatz

Einhub, Rohrbettung und Verfüllfolge wurden auf die Auftriebssicherheit abgestimmt.

6

Gewässersohle wiederherstellen

Problem

Nach dem Einhub musste die Dükerrinne verfüllt und die Gewässersohle im Sollprofil wiederhergestellt werden.

Lösungsansatz

Die zweite Verfüllstufe und die abschließende Profilierung wurden als zusammenhängender Bauablauf geplant.

Bildstrecke

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Inhalt der vollständigen Referenz

9 Abschnitte
  1. Bauaufgabe und Randbedingungen Wassertiefe, Betriebsfenster, Gewässerschutz und Auftriebsrisiko.
  2. Spundwandkasten und Überspülbarkeit Seitliche Stützung der Dükerrinne bei erhaltenem Gewässerabfluss.
  3. Unterwasseraushub und Materialherkunft Aushub zwischen Spundwänden und Aufbereitung des örtlichen Sands.
  4. Rezeptur für den Einbau unter Wasser Pumpfähigkeit, Auswaschbeständigkeit und bodenähnliche Rückverfestigung.
  5. Erstverfüllung und Sohlschicht Kontraktoreinbau, Höhenkontrolle und Freigabe des Auflagers.
  6. Einhub, Rohrbettung und Auftriebssicherung Vormontierter Düker, kontrollierte Absenkung und Einbettung von unten nach oben.
  7. Zweitverfüllung und Wiederherstellung Vollständige Umhüllung, Sollprofil der Sohle und Anschlüsse im Uferbereich.
  8. Überwachung und Verfahrenseinordnung Kontrollen beim Einbau und Abgrenzung zur Gewässerquerung mit RSS-Geoponton.
  9. Fotodokumentation Ergänzende Baustellenfotos, Planungsschnitt und 3D-Darstellungen des Bauablaufs unter Wasser.