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Lern-Referenz · Hohlraumverfüllungen

Landau – hohlraumfreie Verfüllung eines Fußgängertunnels

Statisch sichere Tunnelverfüllung unter innerstädtischen Verkehrslasten

Eckdaten

Das Projekt auf einen Blick

Bauwerk
Fußgängertunnel
Verfüllvolumen
rund 965 m³
Tunnellänge
rund 34 m
Tunnelräume
drei
Geplante Bohrpunkte
vier
Geplantes Ausbreitmaß
52 ± 2 cm
Geplante Pumpenleistung
bis 50 m³/h
Geplante Bauzeit
rund fünf Tage

In Landau sollte ein ehemaliger Fußgängertunnel unter einer innerstädtischen Straße verfüllt werden. Die Fachplanung nennt drei miteinander verbundene Tunnelräume mit insgesamt 965 m³ zu verfüllendem Volumen. Der Zugang und die Arbeiten an der Oberfläche waren durch den Bahnhofsvorplatz und den laufenden Straßenverkehr räumlich begrenzt.

Die Verfüllung musste bis unter die Tunneldecke reichen, ohne Hohlräume zurückzulassen. Gefordert waren eine dauerhafte statische Sicherheit, Formstabilität bei dynamischen Verkehrslasten und weitgehende Volumenkonstanz. Gleichzeitig sollte das Material für spätere Eingriffe wieder aushebbar bleiben.

Der Aushub einer benachbarten Baugrube stand als mögliches Ausgangsmaterial zur Verfügung. Seine Wiederverwendung musste mit den Anforderungen an Rezeptur, Herstellung und Einbau vereinbar sein.

Problemstellung

Die Kernprobleme

1

Hohlräume unter der Tunneldecke

Problem

Beim Verfüllen des geschlossenen Bauwerks durften keine Resthohlräume unter der Decke verbleiben.

Lösungsansatz

Die Planung teilte Einbringung und druckgeführte Endverpressung in getrennte Schritte.

2

Dynamische Verkehrslasten

Problem

Die Verfüllung musste Belastungen aus dem darüberliegenden Straßenverkehr langfristig aufnehmen.

Lösungsansatz

Die Rezeptur wurde auf statische Sicherheit und Formstabilität ausgelegt.

3

Getrennte Tunnelräume

Problem

Trennwände und Einbauten konnten die gleichmäßige Ausbreitung des Verfüllmaterials behindern.

Lösungsansatz

Vorarbeiten schufen einen zusammenhängenden Verfüllraum.

4

Begrenzte Zugänge von oben

Problem

Der Tunnel war nur über wenige geplante Öffnungen von der Straßenoberfläche erreichbar.

Lösungsansatz

Ein Bohrplan legte Einbringung, Entlüftung und Kontrolle an vier Punkten fest.

5

Offener Eingangsbereich

Problem

Am freigelegten Eingang konnte Material austreten und der Druckaufbau für die Verpressung verloren gehen.

Lösungsansatz

Eine temporäre Anschüttung mit Dichtschicht sollte Gegendruck ermöglichen.

6

Kontinuierlicher Materialstrom

Problem

Unterbrechungen der Herstellung und Anlieferung konnten den schrittweisen Pumpvorgang stören.

Lösungsansatz

Mischplatz, Fahrmischer und Pumpenablauf wurden logistisch aufeinander abgestimmt.

Bildstrecke

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Inhalt der vollständigen Referenz

9 Abschnitte
  1. Tunnel und Bauaufgabe Drei Tunnelräume und die Anforderungen an eine dauerhaft sichere Verfüllung.
  2. Vorarbeiten im Bestand Kabel, Einbauten und Trennwände vor der Verfüllung behandeln.
  3. Bohrplan und Entlüftung Vier Öffnungen für Einbringung, Kontrolle und Druckaufbau.
  4. Schrittweise Verfüllung Der wandernde Flüssigbodenkeil von Bohrpunkt zu Bohrpunkt.
  5. Eingangsbereich abdichten Gegendruck am freigelegten Tunnelzugang herstellen.
  6. Verpressung bis zur Tunneldecke Druckkontrolle, Überläufe und Abschluss der Bohrpunkte.
  7. Rezeptur und Materialeigenschaften Statische Sicherheit, Volumenstabilität und Wiederaushubfähigkeit.
  8. Herstellung, Logistik und Gütesicherung Mischplatz, kontinuierliche Anlieferung und Dokumentation.
  9. Fotodokumentation Weitere Baustellenbilder, Bohrplan und Technologieskizzen für freigeschaltete Teilnehmende.

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