Hohlräume unter der Tunneldecke
Problem
Beim Verfüllen des geschlossenen Bauwerks durften keine Resthohlräume unter der Decke verbleiben.
Lösungsansatz
Die Planung teilte Einbringung und druckgeführte Endverpressung in getrennte Schritte.
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Lern-Referenz · Hohlraumverfüllungen
Statisch sichere Tunnelverfüllung unter innerstädtischen Verkehrslasten
Eckdaten
In Landau sollte ein ehemaliger Fußgängertunnel unter einer innerstädtischen Straße verfüllt werden. Die Fachplanung nennt drei miteinander verbundene Tunnelräume mit insgesamt 965 m³ zu verfüllendem Volumen. Der Zugang und die Arbeiten an der Oberfläche waren durch den Bahnhofsvorplatz und den laufenden Straßenverkehr räumlich begrenzt.
Die Verfüllung musste bis unter die Tunneldecke reichen, ohne Hohlräume zurückzulassen. Gefordert waren eine dauerhafte statische Sicherheit, Formstabilität bei dynamischen Verkehrslasten und weitgehende Volumenkonstanz. Gleichzeitig sollte das Material für spätere Eingriffe wieder aushebbar bleiben.
Der Aushub einer benachbarten Baugrube stand als mögliches Ausgangsmaterial zur Verfügung. Seine Wiederverwendung musste mit den Anforderungen an Rezeptur, Herstellung und Einbau vereinbar sein.
Problemstellung
Problem
Beim Verfüllen des geschlossenen Bauwerks durften keine Resthohlräume unter der Decke verbleiben.
Lösungsansatz
Die Planung teilte Einbringung und druckgeführte Endverpressung in getrennte Schritte.
Problem
Die Verfüllung musste Belastungen aus dem darüberliegenden Straßenverkehr langfristig aufnehmen.
Lösungsansatz
Die Rezeptur wurde auf statische Sicherheit und Formstabilität ausgelegt.
Problem
Trennwände und Einbauten konnten die gleichmäßige Ausbreitung des Verfüllmaterials behindern.
Lösungsansatz
Vorarbeiten schufen einen zusammenhängenden Verfüllraum.
Problem
Der Tunnel war nur über wenige geplante Öffnungen von der Straßenoberfläche erreichbar.
Lösungsansatz
Ein Bohrplan legte Einbringung, Entlüftung und Kontrolle an vier Punkten fest.
Problem
Am freigelegten Eingang konnte Material austreten und der Druckaufbau für die Verpressung verloren gehen.
Lösungsansatz
Eine temporäre Anschüttung mit Dichtschicht sollte Gegendruck ermöglichen.
Problem
Unterbrechungen der Herstellung und Anlieferung konnten den schrittweisen Pumpvorgang stören.
Lösungsansatz
Mischplatz, Fahrmischer und Pumpenablauf wurden logistisch aufeinander abgestimmt.
Bildstrecke
Offener Zugang zum Fußgängertunnel
Der freigelegte Eingang zeigt die räumliche Ausgangssituation am Bahnhof.
Einfüllstutzen an der Bohröffnung
Über die vorbereitete Öffnung wird der Flüssigboden in den Tunnel eingebracht.
Arbeiten vor dem Bahnhof
Verfüllung und Verpressung erfolgten von der Oberfläche aus.
Flüssigboden im Tunnel
Die Aufnahme zeigt den Materialstand während der Tunnelverfüllung.
Entlüftung nach dem Verpressen
Die Bohröffnung diente auch der Entlüftung und Kontrolle des Verpressvorgangs.
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