basel lernreferenz bildstrecke 01

Lern-Referenz · Erdkabelbau · Teil der Schulung Technologie Kanalbau & Erdkabel 11/26

Basel-Landschaft – 50/150-kV-Kabeltrasse mit Rohrblöcken in Flüssigboden

Leerrohrblöcke thermisch stabil gebettet – aus dem tonigen Aushub der Trasse

Eckdaten

Das Projekt auf einen Blick

Spannungsebene
50 kV und 150 kV
Bauweise
Rohrblöcke in thermisch stabilisierendem Flüssigboden
Ausgangsboden
toniger, schluffiger Aushub der Trasse
Auftriebssicherung
3 Varianten in getakteten Abschnitten
Herstellung
Mischplatz mit Schaufelseparator und Kompaktanlage
Nachweis Kraftschluss
Durchschiebeversuch PE-Rohr
Wärmeleitfähigkeit
gemessen von 10 bis 90 °C
Trasse
Feld-, Weg- und Waldabschnitte

Für Kabelverbindungen der 50- und 150-kV-Ebene wurden vom Unterwerk Froloo durch Oberwil, Therwil, Bottmingen und Reinach mehrere Rohrblöcke aus Kabelschutz-, Reserve- und LWL-Rohren in einem gemeinsamen Graben verlegt. Die Trasse führt über Kulturland, Feldwege und durch Wald und verläuft abschnittsweise neben einer bestehenden Kabeltrasse.

Die Betriebswärme der Kabel muss über die Bettung in den Boden abgeführt werden – jeder Hohlraum und jeder Ringspalt an den Leerrohren ist eine thermische Schwachstelle. Die Zwischenräume zwischen den eng liegenden Rohren eines Rohrblocks sind mit Verdichtungsgerät nicht erreichbar, und im fließfähigen Material erfahren die Rohrblöcke Auftrieb, ohne verformt werden zu dürfen.

Der anstehende Boden besteht überwiegend aus mittelplastischen Tonen und Schluffen mit wechselnder Feuchte, im Wald zusätzlich durchwurzelt. Mischplatz, Aushub, Rohrverlegung und Verfüllung mussten auf der langen Trasse so getaktet werden, dass der Graben nur kurz offen bleibt – unter den Auflagen des Bodenschutzes.

Problemstellung

Die Kernprobleme

1

Nicht verdichtbare Zwischenräume

Problem

Zwischen den eng liegenden Leerrohren eines Rohrblocks ist keine Verdichtung möglich.

Lösungsansatz

Fließfähiger, thermisch stabilisierender Flüssigboden umschließt jedes Rohr.

2

Auftrieb der Rohrblöcke

Problem

Die Rohrblöcke dürfen beim Verfüllen weder aufschwimmen noch sich verformen.

Lösungsansatz

Drei Varianten der Auftriebssicherung in getakteten Abschnitten.

3

Toniger, klumpiger Aushub

Problem

Der Aushub war bindig, feucht und im Wald durchwurzelt.

Lösungsansatz

Aufkalken, Schaufelseparator und Kompaktanlage am Mischplatz.

4

Nachweis der Bettungsqualität

Problem

Die Bauherrschaft brauchte Belege für Kraftschluss, Festigkeit und Wärmeleitfähigkeit.

Lösungsansatz

Eignungsprüfung, Fremdüberwachung und Messungen am Einbauort.

Bildstrecke

Nur für Teilnehmende

Die vollständige Lern-Referenz – exklusiv für Teilnehmende

Alles, was Sie brauchen, um die Lösung auf Ihr eigenes Projekt zu übertragen. Freigeschaltet für alle, die die passende Präsenzschulung oder den passenden Online-Kurs gebucht haben.

Dieser Inhalt ist Teil von Präsenzschulung oder Online-Kurs

Wer die passende Präsenzschulung oder den passenden Online-Kurs gebucht hat, erhält Zugang zur vollständigen Referenz mit allen Nachweisen, Plänen und Checklisten.

Inhalt der vollständigen Referenz

7 Abschnitte
  1. Ausgangslage und Randbedingungen Wärmeabfuhr, eng liegende Rohre, Auftrieb, bindiger Aushub und Bodenschutz.
  2. Querschnitt nach Funktionen Punktauflager, thermisch stabilisierende Rohrleitungszone und oberer Verfüllbereich.
  3. Drei Varianten der Auftriebssicherung Rohrverlegehilfen mit Querschotts, Haltebänke oder Querriegel und BigBag-Auflasten.
  4. Mischplatz und Aufbereitung des Aushubs Kalk, Schaufelseparator und Kompaktanlage machen tonigen Aushub verarbeitbar.
  5. Rezeptur, Eignungsprüfung und Fremdüberwachung Durchschiebeversuch, Lastplatte am Einbauort und Wärmeleitfähigkeit von 10 bis 90 °C.
  6. Bewertung und Übertragbarkeit Was die Bauweise leistet – und wo sie sich übertragen lässt.
  7. Fotodokumentation Planung, Mischplatz, Rohrblöcke und Verfüllung im Wald- und Feldabschnitt.
Seminar 4. – 5. November 2026

Aus Oberwil, Therwil, Bottmingen (BL) lernen – für Ihr nächstes Projekt

In dieser Schulung arbeiten wir mit der vollständigen Lern-Referenz. Mit Ihrer Anmeldung wird sie ab dem ersten Schulungstag dauerhaft in Ihrem Konto freigeschaltet.

69e5dccc aadb 4d46 b17b 2daa50d1648e Geleitet von Wolf-Hagen Stolzenburg CEO
Basisschulung + Technologieschulung 1990 € zzgl. MwSt.

Termine

  • 04.11.2026
  • 05.11.2026

Vollständige Lern-Referenz inklusive

Technologie Kanalbau & Erdkabel 11/26

Weitere Lern-Referenzen dieser Schulung

meerbusch geoponton muffengrube lernreferenz 01
Lern-Referenz Erdkabelbau
Meerbusch, Osterath – Büderich

Meerbusch – wasserdichte Muffengruben im RSS-Geoponton

Für die 110-kV-Erdkabeltrasse Osterath – Büderich wurden Muffengruben im Grundwasser benötigt, in denen Kabelzug und Muffenmontage trocken stattfinden. Das Grundwasser stand knapp unter Gelände, der Baugrund war durchlässig.

2 × 110 kV, je 6 Kabelschutzrohre DA 200 RSS-Geoponton im Kontraktorverfahren
Exklusive Inhalte für Teilnehmende
Vollständig in: Technologie Kanalbau & Erdkabel 11/26 · 4. – 5. November 2026 Zur Schulung
umspannwerk lernreferenz bildstrecke 04
Lern-Referenz Erdkabelbau
Umspannwerk Herlasgrün, Pöhl

Umspannwerk Herlasgrün – 110-kV-Kabel ohne Schutzrohr in Flüssigboden

Neue 110-kV-Kabel wurden ohne Schutzrohr im Umspannwerk verlegt – in schmalen, teils verbauten Gräben zwischen Transformatoren und Portalen, mit Wasser auf der Grabensohle.

110 kV, ohne Schutzrohr thermisch stabilisierender Flüssigboden
Exklusive Inhalte für Teilnehmende
Vollständig in: Technologie Kanalbau & Erdkabel 11/26 · 4. – 5. November 2026 Zur Schulung
nuernberg nordring lernreferenz bildstrecke 02
Lern-Referenz Erdkabelbau
Nürnberg, Nordring

Nürnberg Nordring – 110-kV-Kabeltrasse in thermisch stabilisierendem Flüssigboden

Drei 110-kV-Systeme sollten im dicht belegten Gehweg neu gebettet werden – mit kreuzenden Leitungen, mehrlagiger Belegung und einer Engstelle unter einer auskragenden Hauswand.

110 kV, drei Systeme rund 2 km in drei Bauabschnitten
Exklusive Inhalte für Teilnehmende
Vollständig in: Technologie Kanalbau & Erdkabel 11/26 · 4. – 5. November 2026 Zur Schulung
Zur Schulung Vollständige Referenz freischalten