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Lern-Referenz · Erdkabelbau · Teil der Schulung Technologie Kanalbau & Erdkabel 11/26

Umspannwerk Herlasgrün – 110-kV-Kabel ohne Schutzrohr in Flüssigboden

Thermisch stabilisierende Bettung ohne Schutzrohr im beengten Umspannwerk

Eckdaten

Das Projekt auf einen Blick

Kabel
110 kV, ohne Schutzrohr
Bettung
thermisch stabilisierender Flüssigboden
Einbau
Fahrmischer über Schurre und Autobetonpumpe
Lagesicherung
Gurtung über Stahlträger
Umschluss
360°, hohlraumfrei, ohne Verdichtung
Besonderheit
Wasser auf der Grabensohle verdrängt
Prüfung
Ausbreitmaß und Probekörper vor Ort

Beim Ersatzneubau der 110-kV-Schaltanlage im Umspannwerk Herlasgrün waren neue 110-kV-Kabel innerhalb der Anlage zu verlegen und an die Übergabestation anzuschließen. Die Kabel wurden ohne Schutzrohr direkt im Kabelgraben verlegt – das Bettungsmaterial liegt damit unmittelbar am Kabelmantel an und übernimmt allein die Wärmeabfuhr und den Schutz der Kabel.

Die Verlustwärme muss dauerhaft in den Baugrund abgeführt werden; Hohlräume und Ringspalte an der Kabeloberfläche wirken thermisch isolierend. Eine Sandbettung wäre lagenweise einzubauen und zu verdichten – neben ungeschützten Kabeln und im schmalen, verbauten Graben nur eingeschränkt möglich, und ihre Wärmeleitfähigkeit hängt von Verdichtung und Feuchte ab.

Die Gräben verlaufen zwischen Transformatoren, Portalen und Anlagenteilen der Freiluftschaltanlage, teils entlang eines bestehenden Kabelkanals. Arbeitsraum und Zufahrten sind in Fläche und Höhe begrenzt, nicht jeder Abschnitt ist mit dem Fahrmischer erreichbar, und auf der Grabensohle stand Wasser.

Problemstellung

Die drei Kernprobleme

1

Wärmeabfuhr ohne Schutzrohr

Problem

Hohlräume und Ringspalte an der Kabeloberfläche wirken thermisch isolierend.

Lösungsansatz

Hohlraumfreier Umschluss mit direktem Kontakt zum Kabelmantel.

2

Auftrieb der Kabel

Problem

Kabel schwimmen im fließfähigen Material auf.

Lösungsansatz

Gurtung über Stahlträger auf Auflagern am Grabenrand.

3

Beengte Anlage

Problem

Nicht jeder Grabenabschnitt war zwischen Transformatoren und Portalen mit dem Fahrmischer erreichbar.

Lösungsansatz

Autobetonpumpe mit Mast über der Freiluftschaltanlage.

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Inhalt der vollständigen Referenz

7 Abschnitte
  1. Ausgangslage im Umspannwerk Kabel ohne Schutzrohr, beengte Gräben und Wasser auf der Sohle.
  2. Bettungskonzept ohne Schutzrohr Direkter Kontakt zwischen Kabelmantel und thermisch stabilisierendem Flüssigboden.
  3. Gurtung und Auftriebssicherung Stahlträger quer über dem Graben halten die Kabel über Gurte in Lage.
  4. Zwei Einbauwege: Schurre und Pumpe Einbau je nach Zugänglichkeit zwischen Transformatoren und Portalen.
  5. Rezeptur und Qualitätssicherung Fließ- und pumpfähig, thermisch stabilisierend und tragfähig.
  6. Bewertung und Übertragbarkeit Was die Bettung leistet – und wo sich die Lösung übertragen lässt.
  7. Fotodokumentation Kabelgraben, Gurtung, Direkteinbau und Pumpeneinsatz im Umspannwerk.
Seminar 4. – 5. November 2026

Aus Umspannwerk Herlasgrün, Pöhl lernen – für Ihr nächstes Projekt

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Termine

  • 04.11.2026
  • 05.11.2026

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Technologie Kanalbau & Erdkabel 11/26

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