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Lern-Referenz · Erdkabelbau · Teil der Schulung Technologie Kanalbau & Erdkabel 11/26

Nürnberg Nordring – 110-kV-Kabeltrasse in thermisch stabilisierendem Flüssigboden

Fachplanung, Rezepturspezifikation und Ausschreibung einer innerstädtischen Hochspannungstrasse

Eckdaten

Das Projekt auf einen Blick

Temperaturfeld
PLAXIS 2D, geprüft durch das FiFB
Taktlänge
6-m-Bereiche
Spannungsebene
110 kV, drei Systeme
Trasse
rund 2 km in drei Bauabschnitten
Teiltechnologien
9
Rezepturen
2 – Leitungszone und Muffengruben
Aushub / Wiedereinbau
rund 6.100 m³ / 5.500 m³
CO₂-Einsparung
rund 700 t

Am Nürnberger Nordring werden die 110-kV-Kabelsysteme auf rund 2 km Trasse in drei Bauabschnitten bis zum Umspannwerk erneuert. Alle neuen Systeme sollen in Flüssigboden mit Temperaturfeldoptimierung gebettet werden; im ersten Bauabschnitt wird zusätzlich eine Trinkwasserleitung umverlegt, und die Muffengruben werden verfüllt.

Die Bettung muss die Verlustwärme der Kabel dauerhaft in den Baugrund ableiten. Bei verdichtetem Schüttgut hängt die Wärmeleitung vom Verdichtungserfolg ab – gerade in den Zwickeln zwischen den Schutzrohren ist dieser kaum erreichbar. Trinkwasser-, Gas-, Mittel- und Niederspannungs- sowie Kommunikationsleitungen kreuzen und begleiten die Trasse, teils liegen bis zu drei 110-kV-Systeme und eine Trinkwasserleitung in einem Graben.

Die Trasse verläuft überwiegend in Gehwegen zwischen Bebauung, Hecken, Baumscheiben und Parkflächen. An einer Fußgängerunterführung führt sie unter einer auskragenden Hauswand hindurch – dort ist weder Verbau möglich noch ein Bagger in voller Höhe einsetzbar. Unter dem Straßenaufbau stehen abschnittsweise abfallrechtlich erhöht eingestufte Auffüllungen an.

Problemstellung

Die Kernprobleme

1

Wärmeabfuhr unabhängig von Verdichtung

Problem

In den Zwickeln zwischen den Schutzrohren ist Schüttgut kaum verdichtbar.

Lösungsansatz

Thermisch stabilisierender Flüssigboden umschließt die Rohre hohlraumfrei.

2

Auftrieb und kurze offene Gräben

Problem

Leitungen schwimmen auf, der Gehweg darf nur kurz offen sein.

Lösungsansatz

6-m-Takte mit Rohrverlegehilfen als Auftriebssicherung und Messmittel.

3

Engstellen und Kreuzungen

Problem

Unter der Hauswand ist kein Verbau möglich, querende Leitungen bleiben im Graben.

Lösungsansatz

Teiltechnologien mit Betonpumpe, Gurten und Querriegeln.

4

Belasteter Aushub

Problem

Abschnittsweise erhöht eingestufte Auffüllungen hätten entsorgt werden müssen.

Lösungsansatz

Wiedereinbau als Flüssigboden innerhalb der Baustellengrenzen.

Bildstrecke

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Inhalt der vollständigen Referenz

7 Abschnitte
  1. Ausgangslage und Randbedingungen Wärmeabfuhr, belegter Untergrund, mehrlagige Belegung und Engstellen.
  2. Zwei Rezepturen aus einer Familie Tragfähige, wärmeleitende Leitungszone und leicht wiederaushebbare Muffengruben.
  3. Getaktetes Arbeiten und Rohrverlegehilfen 6-m-Bereiche mit Verbauboxen, Querschotten und Rohrverlegehilfen als Messmittel.
  4. Kreuzungen, mehrere Lagen und die Engstelle Teiltechnologien für querende Leitungen, zweite Ebene, Hauswand und Baumscheiben.
  5. Temperaturfeld, Massenbilanz und CO₂ Thermische FEM-Analyse, umweltrechtliche Bewertung und Vorabkalkulation.
  6. Ausschreibung und Qualitätssicherung Leistungsverzeichnis, Hauptanforderungen und Prüfungen bis 1.825 Tage.
  7. Fotodokumentation Lage, Technologie, Berechnungen, Mischplatz und Ausführung im Gehweg.
Seminar 4. – 5. November 2026

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69e5dccc aadb 4d46 b17b 2daa50d1648e Geleitet von Wolf-Hagen Stolzenburg CEO
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Termine

  • 04.11.2026
  • 05.11.2026

Vollständige Lern-Referenz inklusive

Technologie Kanalbau & Erdkabel 11/26

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