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Lern-Referenz · Fernwärme · Teil der Schulung Technologie Fernwärme & Umgang Kontaminationen 06/27

Offenburg-Südring – Fernwärmetrasse in Wasserschutzzone II

Fernwärmeleitung in einer Hauptverkehrsstraße und Wasserschutzzone II

Eckdaten

Das Projekt auf einen Blick

Ausführung
abgeschlossen Ende Februar 2026
Baufortschritt
rund sechs Wochen früher als geplant
Ort
Offenburg-Südring
Trassenlänge
rund 350 m
Leitung
DN 150, Außendurchmesser 315 mm
Wasserschutz
teilweise Wasserschutzzone II
Material
RSS-Flüssigboden aus örtlichem Aushub
Fachplanung
FBE und FiFB

Am Offenburger Südring sollte eine zentrale Fernwärmeleitung über rund 350 m in einer stark frequentierten Hauptverkehrsstraße verlegt werden. Kurze Sperrzeiten und hoher Baufortschritt waren dabei wichtig.

Die Trasse kreuzt Bestandsleitungen; die Leitung DN 150 mit verstärkter Dämmung benötigt eine verlässliche Bettung. Eine konventionelle Bauweise hätte Bodenaustausch, Abtransport des Aushubs und die Anlieferung von Sand und Kies erfordert.

Teile des Abschnitts liegen in der Wasserschutzzone II. Für den Verfüllbaustoff waren Umweltverträglichkeit und die Vermeidung einer Zustandsverschlechterung nachzuweisen. Zugleich sollten Entsorgung, Rohstoffverbrauch und Transportaufwand begrenzt werden.

Problemstellung

Die Kernprobleme

1

Bauen in der Hauptverkehrsstraße

Problem

Die rund 350 m lange Trasse verlief durch eine stark frequentierte Straße; Sperrzeiten sollten kurz bleiben.

Lösungsansatz

Bauablauf und Materiallogistik wurden auf hohen Fortschritt im engen Verkehrsraum ausgerichtet.

2

Hohlraumfreie Bettung der Fernwärmerohre

Problem

Kreuzungen, Bestandsleitungen und Rohrbögen erschwerten eine vollständige Bettung der gedämmten Leitung.

Lösungsansatz

Die Rohre wurden fixiert und mit fließfähigem Material durchgängig umschlossen.

3

Abtransport und Ersatzmaterial vermeiden

Problem

Konventioneller Bodenaustausch hätte Aushubtransporte und die Anlieferung von Sand und Kies erfordert.

Lösungsansatz

Der örtliche Aushub wurde als Ausgangsmaterial für die Grabenverfüllung genutzt.

4

Wasserschutzzone II

Problem

Für den Verfüllbaustoff in einem Teil der Trasse musste Umweltverträglichkeit nachgewiesen werden.

Lösungsansatz

Analytik, Eignungsuntersuchung und ergänzende Nachweise wurden für den örtlichen Wiedereinbau zusammengeführt.

5

Bodenähnliche Materialeigenschaften

Problem

Die Bettung sollte hohlraumfrei und zugleich für spätere Eingriffe wiederaushubfähig bleiben.

Lösungsansatz

Eine projektspezifische Rezeptur stellte das Material für den Fernwärmeleitungsbau ein.

6

Kontrollierte Herstellung und Einbau

Problem

Die Umwelt- und Funktionseigenschaften mussten während der Herstellung und des Einbaus gesichert werden.

Lösungsansatz

Ein baustellenspezifischer Qualitätssicherungsplan ordnete Eigen- und Fremdüberwachung zu.

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Inhalt der vollständigen Referenz

9 Abschnitte
  1. Trassenlage und Bauaufgabe Verkehr, Lage und Leitungsdaten der rund 350 m langen Fernwärmetrasse.
  2. Fernwärmeleitung und Bettungsanforderung Rohrabmessungen, Dämmung und Anforderungen an eine durchgängige Bettung.
  3. Örtlicher Aushub als Ausgangsmaterial Wie der vorhandene Boden im Projektkreislauf verblieb.
  4. Rezeptur und bodenähnliche Einstellung Projektbezogene Rezeptur und Anforderungen an die spätere Wiederaushubfähigkeit.
  5. Umweltnachweis für Wasserschutzzone II Analytik, Umweltverträglichkeit und fachliche Einordnung des Wiedereinbaus.
  6. Qualitätssicherung und Überwachung Eignungsuntersuchung, Qualitätssicherungsplan sowie Eigen- und Fremdüberwachung.
  7. Verlegung und Flüssigbodeneinbau Rohrfixierung, Anlieferung und Verfüllung im engen Straßenraum.
  8. Ausführungsergebnis und Einordnung Baufortschritt, Materialkreislauf und belegte Grenzen der Ergebnisangaben.
  9. Fotodokumentation Trassenplan, Verfahrensschema, zusätzliche Baustellenaufnahme und ergänzende Projektunterlage.
Seminar 15. – 16. Juni 2027 · Leipzig

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Termine

  • 15.06.2027
  • 16.06.2027

Vollständige Lern-Referenz inklusive

Technologie Fernwärme & Umgang Kontaminationen 06/27

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