freiburg dreisam 038 29 abschluss dreisam

Lern-Referenz · Fernwärme · Teil der Schulung Technologie Erdkabel & Geoponton 03/27

Freiburg – Dreisamquerung mit Fernwärme und Trinkwasser

Gewässer- und Deichquerung für Fernwärme- und Trinkwasserleitungen

Eckdaten

Das Projekt auf einen Blick

Querung
Dreisam und bestehende Deiche
Leitungen
Fernwärme Vor- und Rücklauf, Trinkwasser
Hochwasserschutz
Deicheingriff im Ereignisfall binnen 3 h schließbar
Bauweise
RSS-Geoponton mit Zweitverfüllung
Einbau
im/unter Wasser, Kontraktorverfahren
Dichtheitsziel Deichmaterial
kf im Bereich 10⁻⁸–10⁻⁹ m/s
Planmenge Aushub
etwa 1.600 m³
Planmenge Verdrängung
etwa 160 m³

In Freiburg sollten eine Fernwärmeleitung mit Vor- und Rücklauf sowie eine Trinkwasserleitung die Dreisam und bestehende Deiche queren. Die Arbeiten durften den Gewässerabfluss nicht beeinträchtigen und im Fluss keinen Stau verursachen.

Auch während der Bauzeit musste der Hochwasserschutz funktionieren. Eingriffe in den Deich sollten im Ereignisfall innerhalb von drei Stunden geschlossen werden können. Im späteren Betrieb waren die dauernden Dehnungen der Fernwärmeleitung bei der Deichstandsicherheit zu berücksichtigen.

Die Deiche waren nicht ausreichend tragfähig, um als Fahrweg zu dienen. Zufahrt, Montage, Gewässer- und Bodenschutz mussten deshalb unter engen logistischen und ökologischen Randbedingungen geplant werden.

Problemstellung

Die Kernprobleme

1

Querung darf keinen Stau erzeugen

Problem

Ein Bauwerk im Flussbereich durfte den Gewässerabfluss nicht nachteilig behindern.

Lösungsansatz

Hydrogeologie und Geometrie des durchgehenden Körpers wurden gemeinsam geprüft.

2

Deich muss hochwassersicher bleiben

Problem

Eingriffe in den Deich mussten bei Hochwasser kurzfristig geschlossen werden können.

Lösungsansatz

Die Baufolge wurde an Gewässer- und Deichschutz ausgerichtet.

3

Arbeiten im wasserführenden Bereich

Problem

Der Querungsbereich ließ eine klassische Trockenlegung und Wasserhaltung nur eingeschränkt zu.

Lösungsansatz

Der erste Flüssigbodenkörper wurde für einen Einbau im Wasser konzipiert.

4

Zweitaushub erst nach Rückverfestigung

Problem

Ein zu früher innerer Aushub könnte die Tragfähigkeit des Geopontons im Bauzustand gefährden.

Lösungsansatz

Die Freigabe des rückverfestigten Körpers ist ein eigener Prüfschritt.

5

Vormontierte Leitungen sicher absenken

Problem

Fernwärme- und Trinkwasserleitungen mussten über Fluss und Deich in definierter Lage eingebaut werden.

Lösungsansatz

Hebeablauf und Rohrverlegehilfen wurden für die Positionierung vorgesehen.

6

Deichfunktion nach Rohrverlegung schließen

Problem

Leitungsbettung und Damm mussten nach dem Einbau wieder geschlossen und hydraulisch wirksam sein.

Lösungsansatz

Die Zweitverfüllung nutzt wieder ausgehobenen Flüssigboden und endet mit der Deichwiederherstellung.

Bildstrecke

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Inhalt der vollständigen Referenz

9 Abschnitte
  1. Gewässer und Deich als Randbedingungen Abfluss, Hochwasser und mangelnde Befahrbarkeit bestimmen die Baufolge.
  2. Durchgehender RSS-Geoponton Ein zusammenhängender Flüssigbodenkörper verbindet Gewässerquerung und Deichbereiche.
  3. Hydrogeologie und Standsicherheit Modelle prüfen Stauwirkung, Deich und Montagegruben in den Bauzuständen.
  4. Erstherstellung unter Wasser Der Geoponton wird ohne großräumige Wasserhaltung eingebaut.
  5. Rezeptur und Freigabe zum Zweitaushub Getrennte Zielrahmen für Erstkörper und wiederverwendeten Flüssigbodenaushub.
  6. Zweitaushub und Leitungspositionierung Vormontierte Rohre werden im Geoponton kontrolliert abgesenkt.
  7. Zweitverfüllung und Deichwiederherstellung Wiederausgehobener Flüssigboden schließt die Bettung und den Deichbereich.
  8. Planmengen und Übertragbarkeit Die Materialbilanz wird als Planstand eingeordnet.
  9. Fotodokumentation Planung, Modelle und weitere Bauzustände der Gewässer- und Deichquerung im geschützten Bereich.
Seminar 10. – 11. März 2027 · Merseburger Str. 189, Leipzig

Aus Freiburg, Dreisam lernen – für Ihr nächstes Projekt

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69e5dccc aadb 4d46 b17b 2daa50d1648e Geleitet von Wolf-Hagen Stolzenburg CEO
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Termine

  • 10.03.2027
  • 11.03.2027

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Technologie Erdkabel & Geoponton 03/27

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In der Spohnstraße mussten zwei Fernwärmeleitungen und Speedpipes zwischen bestehenden Leitungen verlegt werden. Enge Platzverhältnisse sowie thermische und mechanische Anforderungen machten Bettung und Verfüllung anspruchsvoll.

zwei Fernwärmeleitungen Speedpipes
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Offenburg – Fernwärmetrasse in der Berliner Straße

In der Berliner Straße sollte eine Fernwärmetrasse durch einen engen innerstädtischen Bauraum geführt werden. Belasteter Boden, kurze offene Grabenlängen und die Kräfte im KMR-Rohrsystem stellten besondere Anforderungen.

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