Für die Erschließung des Neubaugebiets Dietenbach in Freiburg mussten drei vorverlegte Versorgungstrassen den Dietenbach gemeinsam queren: eine Trinkwasserleitung DN 500, eine Fernwärme-Doppelleitung DN 250 und Stromleerrohre, jeweils in Stahlschutzrohren. Der Bach ist an der Querungsstelle rund 5 m breit, am Ufer steht schützenswertes Gehölz.
Unter einer dünnen Auenlehmschicht steht Dreisamschotter an – grobe Schotter mit Steinen, Blöcken und Blocksteinlagen, hoch bis sehr hoch durchlässig und ergiebig. Die Bauwerkssohle liegt rund 4 m unter dem Grundwasserspiegel. Ein dichter Verbau in diesem Untergrund und eine Wasserhaltung im ergiebigen Grundwasserleiter wären nur mit großem Aufwand möglich gewesen.
Die Genehmigungen ließen nur ein festes Zeitfenster von Juli bis Oktober zu. Der Baubereich liegt im Überschwemmungsgebiet und im Wasserschutzgebiet Zone IIIB, und auf Hinweis der Fischereiaufsicht musste der pH-Wert im Abstrom während des Einbaus zwischen 6,5 und 8,5 bleiben – andernfalls wäre der Einbau sofort zu unterbrechen gewesen.