Für den Neubau eines Nachklärbeckens in Bodenwerder war eine weitgehend wasserdichte Baugrube herzustellen. Der Untergrund aus Schwemmsand und Weserkies ist stark wasserführend; der Grundwasserzustrom erschwerte den Aushub und die anschließenden Betonarbeiten.
Eine Absenkung des Grundwassers bis unter die Baugrubensohle hätte laut Fachplanung eine Förderleistung von rund 880 m³/h erfordert. Der damit verbundene Absenktrichter und die Gefahr von Suffosion machten eine übliche Wasserhaltung technisch und wirtschaftlich problematisch. Auch ein zuvor eingesetztes Injektionsverfahren hatte die erforderliche Abdichtung nicht erreicht.
Die Baugrube musste zugleich genügend Raum für das Nachklärbecken bieten, ohne die angrenzenden Flächen und Bauwerke durch eine deutliche Erweiterung der Böschung zu beanspruchen.