Steiler werdende Böschung
Problem
Durch den Aushub sollte die Neigung der bestehenden Böschung von etwa 60° auf bis zu 77° zunehmen.
Lösungsansatz
Die Sicherung wurde auf Geometrie und Baufolge abgestimmt.
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Lern-Referenz · Baugruben · Teil der Schulung Technologie Kanalbau & RSS-Wand 11/27
Baugrubenverbau und Stabilisierung einer steilen Böschung im Wohnungsbau
Eckdaten
Beim Aushub für ein Wohnbauvorhaben in Lörrach musste eine bestehende Böschung dauerhaft stabil bleiben. Ihr Neigungswinkel sollte sich durch die Baugrube von etwa 60° auf bis zu 77° erhöhen. Die beengten Grundstücksverhältnisse begrenzten den Raum für Stützbauwerke und Rückverankerungen.
Der Baugrund bestand aus kohäsionsarmen Auffüllungen und Terrassenschotter über Meletta-Tonstein. Die Stabilität beruhte teilweise auf der Verzahnung der Böden. Erschütterungen und ungünstige Zwischenzustände beim Aushub konnten ein globales Böschungsversagen auslösen.
Standsicherheit und Gebrauchstauglichkeit waren deshalb nicht allein für die fertige Böschung nachzuweisen. Auch jede Bauphase musste unter der veränderten Geometrie beherrschbar bleiben.
Problemstellung
Problem
Durch den Aushub sollte die Neigung der bestehenden Böschung von etwa 60° auf bis zu 77° zunehmen.
Lösungsansatz
Die Sicherung wurde auf Geometrie und Baufolge abgestimmt.
Problem
Auffüllungen und Terrassenschotter boten nur begrenzte kohäsive Stabilität.
Lösungsansatz
Das Tragverhalten wurde mit Baugrund und Flüssigboden gemeinsam modelliert.
Problem
Ein globales Böschungsversagen konnte schon während des schrittweisen Aushubs entstehen.
Lösungsansatz
Die Analyse betrachtete Herstellung, Aushub und Endzustand einzeln.
Problem
Rückverankerungen und massive Stützkonstruktionen passten schlecht zu den räumlichen Grenzen.
Lösungsansatz
Mehrere Varianten einer RSS-Wand wurden auf die Geometrie geprüft.
Problem
Die Sicherung musste trotz beengter Lage als tragendes Bauwerk ausgebildet werden.
Lösungsansatz
Eine teilweise Verstärkung mit Stahlträgern ergänzte die Wand.
Problem
Neben der Standsicherheit musste die Gebrauchstauglichkeit der Baugrube nachgewiesen werden.
Lösungsansatz
Die numerische Analyse bewertete Verschiebungen und mögliche Versagensmechanismen.
Bildstrecke
Baugrube und steile Böschung
Übersicht über die räumliche Lage der Baugrube und der gesicherten Hangkante.
Freilegen der RSS-Wand
Der Aushub legt die Flüssigbodenwand abschnittsweise frei.
Modellierung beim Aushub
Ein Bagger formt den Bereich vor der freigelegten Wand.
Vorbereitung als verlorene Schalung
Die Wand wird für die folgenden Arbeiten an der Baugrube vorbereitet.
RSS-Wand im Endzustand
Die freigelegte Wand steht unter der steilen Böschung.
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Termine
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Technologie Kanalbau & RSS-Wand 11/27