In der Ortsmitte von Schönau im Schwarzwald entstand ein Mehrzweckgebäude mit Untergeschoss und Tiefgarage. Das Baufeld ist allseitig eng begrenzt: Nachbargebäude stehen teils direkt an der Grundstücksgrenze, zwei Seiten grenzen an öffentliche Straßen, im Umfeld steht historische Bebauung. Die Baugrube musste rund 4 m tief werden.
Bis rund 2,3 m Tiefe stehen Auffüllungen aus sandig-schluffigem Kies mit Bauschutt, Ziegelbruch und Holzresten an, überwiegend locker bis mitteldicht gelagert; darunter folgt weitgestufter, teils steiniger Wieseschotter. Locker gelagerte, rollige Böden reagieren auf Erschütterungen mit Umlagerungen und Setzungen – dynamische Lasten und Differenzsetzungen an den Nachbargebäuden waren deshalb nicht zulässig.
Entlang einer Straße verläuft eine Gasleitung parallel zur Baugrube, an der anderen war ein lastfreier Streifen vorgesehen. Die Vorplanung kombinierte Trägerbohlverbau, Rückverankerung, eine Unterfangung und eine abgeböschte Baugrube – mit umlaufendem Arbeitsraum, der später wieder verfüllt und verdichtet werden müsste.