Grundwasser nahe Bestandsleitungen
Problem
Eine großflächige Absenkung hätte in fließempfindlichen Sanden Setzungen und Suffosion auslösen können.
Lösungsansatz
Die wasserwirtschaftlichen Risiken wurden vor der Wahl der Bauweise modelliert.
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Lern-Referenz · Baugruben · Teil der Schulung Technologie Kanalbau & RSS-Wand 11/27
Grundwasser, weicher Baugrund und sensible Bestandsleitungen
Eckdaten
Am Fischerholzweg in Pfuhl war eine teilunterkellerte Gasübergabestation mit Rohrleitungseinführungen zu bauen. Im Baufeld lagen bereits sensible Gashochdruckleitungen; die neue Station musste an Montagegruben und eine weiterführende Leitungstrasse anschließen.
Hoher Grundwasserstand traf auf Auelehme, Auesande und organische Bestandteile. Einzelne Schichten waren gering tragfähig; wassergesättigte Sande reagierten empfindlich auf Strömung. Eine großflächige Grundwasserabsenkung hätte Setzungen und Suffosion im Umfeld begünstigen können.
Die Baugrube brauchte einen trockenen Arbeitsraum. Gleichzeitig waren Setzungen der Station und Differenzsetzungen zu den benachbarten Leitungsbereichen zu begrenzen. Eine konventionelle Bauweise mit Spundung und Wasserhaltung hätte hohe Pumpmengen und zusätzliche Risiken für die Bestandsleitungen verursacht.
Problemstellung
Problem
Eine großflächige Absenkung hätte in fließempfindlichen Sanden Setzungen und Suffosion auslösen können.
Lösungsansatz
Die wasserwirtschaftlichen Risiken wurden vor der Wahl der Bauweise modelliert.
Problem
Auelehm, Auesand und organische Schichten boten keine gleichmäßige Gründungsbasis.
Lösungsansatz
Ein bemessenes Raster geotextilummantelter Flüssigbodensäulen übernahm den Lastabtrag.
Problem
Unterschiedliche Setzungen von Station, Montagegrube und Gastrasse konnten sensible Rohranschlüsse beanspruchen.
Lösungsansatz
FEM- und Setzungsanalysen prüften die Verträglichkeit der Übergänge.
Problem
Der trockene Arbeitsraum erforderte sehr geringe Wasserdurchlässigkeit bei ausreichender Tragfähigkeit.
Lösungsansatz
Rezepturziele und Freigabeprüfungen wurden auf beide Funktionen abgestimmt.
Problem
Die Tiefgründung musste in wasserbeeinflussten, gering tragfähigen Schichten hergestellt werden.
Lösungsansatz
Verrohrtes Bohren, Geotextil und kontrollierte Flüssigbodenbefüllung bildeten die Säulen.
Problem
Für den teilunterkellerten Bau und die Rohreinführungen wurde ein wasserdichter Arbeitsraum benötigt.
Lösungsansatz
Der vorab hergestellte Geoponton und die RSS-Wand ermöglichten den Zweitaushub.
Bildstrecke
Baufeld und Säulenraster
Das Luftbild zeigt die Herstellung der Tiefgründung auf dem Gelände der Übergabestation.
Verrohrte Säulenherstellung
Ein Bohrgerät stellt die Säulenpunkte im wasserbeeinflussten Baugrund her.
Verfüllung in Verbauboxen
Die Baugrubenumschließung wird abschnittsweise im Grundwasser hergestellt.
Wasserdichte Baugrube
Nach dem Zweitaushub steht ein trockener Arbeitsraum mit RSS-Wänden und Bodenplatte bereit.
Gebäude nach den Baugrubenarbeiten
Die Station ist auf der Kombination aus Säulen und Flüssigbodenbauwerk entstanden.
Nur für Teilnehmende
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Termine
Vollständige Lern-Referenz inklusive
Technologie Kanalbau & RSS-Wand 11/27