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Lern-Referenz · Kanalbau · Teil der Schulung Technologie Kanalbau & Erdkabel 11/26

Erding-Aufhausen – Kanalerneuerung neben einem vorgeschädigten Altbau

Erschütterungsarme hängende Verlegung im kollapsempfindlichen Wiesenkalk

Eckdaten

Das Projekt auf einen Blick

Rohrleitung
PVC-U DN 300, Baulänge 3,0 m
Bauweise
hängende Verlegung in Flüssigboden
Länge
rund 51 m
Rohrsohle
2,3 – 2,7 m unter Gelände
Baugrund
Wiesenkalk über Torf
Kritischer Bereich
6 Verbauboxen mit verlangsamter Taktung
Monitoring
4 Erschütterungsmessgeräte im Altbau
Ergebnis
schadensfrei abgeschlossen

In der Stichstraße Am Lindenhain in Aufhausen musste ein Mischwasserkanal DN 300 auf rund 51 m in nahezu gleicher Trasse erneuert werden. Die Trasse verläuft nur wenige Meter neben einem alten Gasthof, dessen Untergeschoss etwa auf Höhe der neuen Rohrsohle endet. Bei konventionellen Tiefbauarbeiten im Umfeld hatten sich Ende 2024 die Risse in diesem Gebäude deutlich verstärkt – obwohl die Arbeitsbereiche 16 bis 25 m entfernt lagen.

Unmittelbar unter dem Straßenaufbau steht rund 3,5 m Wiesenkalk an, stellenweise anmoorig, weich, gering tragfähig und stark kompressibel; sein Korngerüst kann unter dynamischer Belastung schlagartig kollabieren. Darunter folgt Torf, tragfähige Kiese erst in 4,8 bis 5,7 m Tiefe. Gespanntes Grundwasser stand knapp unter der Grabensohle, Torf und Wiesenkalk durften nicht zusätzlich entwässert werden.

Ausgeschrieben waren eine verdichtete Rohrumhüllung, eine Tragschicht mit Geogitter und eine offene Wasserhaltung; für eine setzungsarme Gründung nannte das Gutachten Rammpfähle. Gerade Verdichtung und Pfähle hätten jedoch die Erschütterungen erzeugt, die am Bestand vermieden werden mussten.

Problemstellung

Die Kernprobleme

1

Erschütterungen am vorgeschädigten Altbau

Problem

Verdichtung, Rütteln und Pfähle hätten weitere Risse am Gasthof riskiert.

Lösungsansatz

Absenkverfahren, Verfüllung ohne Verdichtung und hydraulisches Ziehgerät.

2

Grundbruch im weichen Wiesenkalk

Problem

Ein offener Graben neben dem Untergeschoss kann Sohlaufwölbungen und Nachrutschungen auslösen.

Lösungsansatz

Verlangsamte Taktung – der eingebaute Flüssigboden wirkt als Widerlager.

3

Rohrlage ohne verdichtete Bettung

Problem

Das Rohr musste ohne Auflager in Lage und Gefälle bleiben und gegen Auftrieb gesichert werden.

Lösungsansatz

RSS-Rohrverlegehilfen mit Manometer – die Auftriebsmessung steuert den Bauablauf.

4

Dicht belegter Straßenraum

Problem

Zahlreiche kreuzende Leitungen, Hausanschlüsse und Bestandsschächte lagen im Graben.

Lösungsansatz

Holzverbau, Einfädeln in Schräglage und hohlraumfreier Umschluss aller Leitungen.

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Inhalt der vollständigen Referenz

8 Abschnitte
  1. Ausgangslage und Schadensvorgeschichte Vorgeschädigter Altbau, Wiesenkalk über Torf und die ausgeschriebene Bauweise.
  2. Prinzip hängende Verlegung Rohr an RSS-Rohrverlegehilfen aufgehängt, Bettung ohne Verdichtung in einem Arbeitsgang.
  3. Auftriebsmessung als Steuergröße Manometer an der Rohrverlegehilfe zeigen, wann weitergearbeitet werden kann.
  4. Verlangsamte Taktung am Altbau Kurze offene Grabenlängen und Flüssigboden als Widerlager vor dem Gebäude.
  5. Leitungsquerungen und Hausanschlüsse Holzverbau, Einfädeln in Schräglage und Hausanschlüsse im wiederlösbaren Flüssigboden.
  6. Planung, Rezeptur und Qualitätssicherung Konzepte, Nachtrag, Rückfallebene und Prüfungen an Werk und Einbaustelle.
  7. Bewertung und Übertragbarkeit Ergebnis, entfallene Leistungen und übertragbare Anwendungen.
  8. Fotodokumentation Baugrund, Technologie-Schritte, Baueinweisung und Ausführung an den Leitungsquerungen.
Seminar 4. – 5. November 2026

Aus Erding-Aufhausen, Am Lindenhain lernen – für Ihr nächstes Projekt

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69e5dccc aadb 4d46 b17b 2daa50d1648e Geleitet von Wolf-Hagen Stolzenburg CEO
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Termine

  • 04.11.2026
  • 05.11.2026

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Technologie Kanalbau & Erdkabel 11/26

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