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Lern-Referenz · Kanalbau · Teil der Schulung Technologie Kanalbau & Erdkabel 11/26

Lachen (CH) – Doppelkanal hängend im Grundwasser verlegt

Hängende Verlegung auf weichen Seeablagerungen in enger Ortslage

Eckdaten

Das Projekt auf einen Blick

Kanal
rund 385 m, davon 300 m Doppelkanal
Bauweise
hängende Verlegung im Grundwasser
Rohre
GFK DN 1000/1100 und DN 300/400
Baugrund
Seeton, Torf und Verlandungssedimente
Verbau
Rollenschlittenverbau statt Spundwand
Grabentiefe
durchschnittlich rund 3 m
Druckfestigkeit geprüft
nach 7, 28 und 56 Tagen
Bauzeit
September 2011 bis März 2012

Im Ortskern von Lachen am Obersee des Zürichsees wurden die Schmutz- und Regenwasserleitungen vom Hafen bis zur Tellstraße erneuert: rund 385 m Kanal, davon rund 300 m als Doppelkanal im Trennsystem mit GFK-Rohren DN 1000/1100 für Meteorwasser und DN 300/400 für Schmutzwasser, vollständig im öffentlichen Verkehrsraum.

Unter einer Auffüllung folgen junge Bach- und Schwemmablagerungen mit tonigem Silt, Feinsand und organischen Beimengungen bis hin zu Torf, im Hafen Seeton – weich bzw. locker gelagert und stark setzungsempfindlich. Das Grundwasser korrespondiert mit dem Seespiegel und kann bei Starkregen bis wenige Dezimeter unter Gelände steigen; lokal ist es gespannt.

Alte Bausubstanz steht unmittelbar an der Trasse: Eine Grundwasserabsenkung hätte die Sedimente entwässert und Setzungen ausgelöst, Erschütterungen waren zu vermeiden. Ausgeschrieben waren Spundwände mit Spriessung und Wasserhaltung, Holzpfähle mit Stahlbetonplatte bzw. Bodenaustausch und eine Verfüllung mit lagenweise verdichtetem Kiessand.

Problemstellung

Die Kernprobleme

1

Setzungsempfindlicher Seeton

Problem

Pfähle, Bodenaustausch oder Absenkung hätten den weichen Untergrund belastet oder entwässert.

Lösungsansatz

Rohre hängend einbauen und vollflächig in Flüssigboden betten.

2

Zwei Leitungen in einem Graben

Problem

Meteor- und Schmutzwasserleitung mussten übereinander im Grundwasser verlegt werden.

Lösungsansatz

Getaktete Verfüllung – erst die untere, dann die obere Leitung.

3

Auftrieb punktgelagerter Rohre

Problem

Die frei hängenden GFK-Rohre werden im Bauzustand durch Auftrieb beansprucht.

Lösungsansatz

Rohrstatik nach DWA-A 127 und Abstand der Rohrverlegehilfen.

4

Nachweis der Lagesicherung

Problem

Lage und Gefälle unter Wasser mussten belegbar sein.

Lösungsansatz

Elektronische Auftriebsmessung, Tachymeter und Fremdüberwachung.

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Inhalt der vollständigen Referenz

7 Abschnitte
  1. Ausgangslage und ausgeschriebene Bauweise Seeton, Torf, Grundwasser auf Seeniveau und alte Bausubstanz an der Trasse.
  2. Prinzip hängende Verlegung Kein Bodenkontakt beim Einbau, vollflächige Bettung im Endzustand.
  3. Doppelkanal im Takt Rollenschlittenverbau, Absperrschotte und Verlegung zweier Leitungen übereinander.
  4. Rohrstatik und Hydrogeologie Bauzustand mit Punktlagerung unter Auftrieb, Endzustand und Wirkung auf das Grundwasser.
  5. Auftriebsmessung und Fremdüberwachung Elektronische Druckmessung an den hydraulischen Rohrverlegehilfen und Laborprüfungen.
  6. Bewertung und Übertragbarkeit Was entfällt und wo sich die hängende Verlegung übertragen lässt.
  7. Fotodokumentation Planung, Mischplatz, hängende Rohre im Grundwasser und Arbeiten in der engen Gasse.
Seminar 4. – 5. November 2026

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69e5dccc aadb 4d46 b17b 2daa50d1648e Geleitet von Wolf-Hagen Stolzenburg CEO
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Termine

  • 04.11.2026
  • 05.11.2026

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Technologie Kanalbau & Erdkabel 11/26

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