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Lern-Referenz · Kanalbau · Teil der Schulung Technologie Kanalbau & Erdkabel 11/26

Künzelsau – Stauraumkanal am Kocher im Grundwasser

Regenüberlaufbecken und Stauraumkanal direkt am Fluss

Eckdaten

Das Projekt auf einen Blick

Bauwerke
RÜB 12 und 14
Stauraumkanal
DN 2600
Abstand zum Kocher
rund 5–9 m
Grundwasser im Modell
2,0 m unter GOK
Äußerer Flüssigbodenblock
5,6 m breit, 5,0 m tief
Stahlträger
HEB 300, Abstand 3,0 m
Einbindetiefe der Träger
5,5 m
Seitenwandstärke
1,2 m

Für zwei Regenüberlaufbecken und einen Stauraumkanal DN 2600 war unmittelbar am Kocher eine tiefe Baugrube erforderlich. Die Bauwerke lagen nur rund 5 bis 9 m vom Fluss entfernt.

In Flussnähe wechselten die Bodenschichten und wiesen hohe Durchlässigkeiten auf. Hinzu kamen ein hoher Grundwasserstand und ein zu berücksichtigender Hochwasserfall. Die Baugrube musste am Ufer standsicher und wasserdicht bleiben.

Die großen Kanalrohre waren gegen Auftrieb zu sichern. Eine herkömmliche Ausführung hätte eine aufwändige Wasserhaltung, einen gesonderten Verbau und eine separate Auftriebssicherung erfordert.

Problemstellung

Die Kernprobleme

1

Baugrube direkt am Fluss

Problem

Die Bauwerke liegen nur rund 5 bis 9 m vom Kocher entfernt. Grundwasser und Hochwasser mussten berücksichtigt werden.

Lösungsansatz

Die Uferlage wurde mit konservativen Wasserstandsannahmen und getrennten Schutzzielen bemessen.

2

Wasserdichter Arbeitsraum

Problem

Hohe Durchlässigkeiten in Flussnähe erschwerten einen trockenen Aushub ohne flächige Grundwasserabsenkung.

Lösungsansatz

Ein integrierter Flüssigbodenblock sollte Verbau und Abdichtung zugleich übernehmen.

3

Standsicherheit des Verbaus

Problem

Der tiefe Aushub mit Stahlträgern erforderte einen Nachweis für Tragfähigkeit und Gebrauchstauglichkeit.

Lösungsansatz

Die Fachplanung modellierte das zusammenwirkende System aus Block und Trägern.

4

Auftrieb der großen Kanalrohre

Problem

Der Stauraumkanal DN 2600 konnte im Hochwasserfall aufschwimmen.

Lösungsansatz

Die Auftriebssicherheit wurde für das integrierte Bauwerk gesondert nachgewiesen.

5

Materialkennwerte im Nachweis

Problem

Die angesetzten Eigenschaften des Flüssigbodens mussten zur Rezeptur und zur Ausführung passen.

Lösungsansatz

FiFB definierte Mindest-Zielwerte und prüfte die statische Nachweisführung.

6

Rohrverlegung im Grundwasser

Problem

Nach Herstellung des äußeren Blocks mussten große GFK-Rohre und Schachtbauwerke im beengten Uferbereich eingebaut werden.

Lösungsansatz

Zweitaushub, Rohrverlegung und Zweitverfüllung folgten in einer abgestimmten Baufolge.

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Inhalt der vollständigen Referenz

9 Abschnitte
  1. Lage, Baugrund und Schutzziele Warum die Uferlage Grundwasser, Hochwasser und Auftrieb zugleich relevant machte.
  2. RSS-Wand-Platte als integrierter Verbau Geometrie und Funktionen des wasserdichten Flüssigbodenblocks.
  3. FEM-Nachweis und Bemessungsannahmen 2D-Modell mit konservativen Kennwerten und modellierten Stahlträgern.
  4. Auftrieb des Stauraumkanals Nachweis für das Rohr DN 2600 im Hochwasserfall.
  5. Rezepturziele und Prüfung durch FiFB Mindestkennwerte für den Flüssigboden und ihre Rolle in der Statik.
  6. Erstherstellung und Freigabe Vom örtlichen Aushub über die Mischanlage zum äußeren Block.
  7. Zweitaushub und Kanalverlegung Trockener Aushub, Einbau der großen GFK-Rohre und Schachtbauwerke.
  8. Vorteile und Aussagegrenzen Einordnung von Wasserhaltung, Materialverwertung und Schnittstellen.
  9. Fotodokumentation Baustellenfotos, Lageplan und FEM-Auswertung zum Stauraumkanal am Kocher.
Seminar 4. – 5. November 2026

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69e5dccc aadb 4d46 b17b 2daa50d1648e Geleitet von Wolf-Hagen Stolzenburg CEO
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Termine

  • 04.11.2026
  • 05.11.2026

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Technologie Kanalbau & Erdkabel 11/26

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