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Lern-Referenz · Wasserbau · Teil der Schulung Technologie Kanalbau & Erdkabel 11/26

Karlsruhe – Kanal DN 800 im Grundwasser am Staatstheater

Entwässerungskanal und Schächte in beengter innerstädtischer Baugrube

Eckdaten

Das Projekt auf einen Blick

Entwässerungssystem
rund 110 m
Regenwasserkanal
rund 60 m, DN 800 GFK
Bemessungswasserstand
111,20 m NN
RSS-Wand Süd
15,75 m lang, 1,67 m breit, 6,40 m tief
Stahlträger der Südwand
HEB 360
Schacht MW 103
DN 2000
Rohrgraben im Geoponton
1,20 m breit
Verbleibende Seitenwände
je 1,0 m

In der innerstädtischen Großbaugrube am Staatstheater Karlsruhe war ein Entwässerungssystem von rund 110 m Länge zu erneuern beziehungsweise neu zu bauen. Rund 60 m davon betrafen einen Regenwasserkanal DN 800 im Grundwasser; hinzu kamen Schächte sowie Start- und Zielbaugruben.

Der Grundwasserstand lag entlang der Kanaltrasse teilweise über dem Rohrscheitel. Beengte Platzverhältnisse, angrenzende Bestandsgebäude und parallel arbeitende Gewerke erschwerten den Aushub und die wasserdichte Rohrdurchführung durch den Baugrubenverbau.

Für die Wassermengen einer konventionellen Grundwasserhaltung war keine gesicherte Einleitung in einen geeigneten Vorfluter verfügbar. Außerdem enthielten Teile der Auffüllung Schadstoffe. Verbau, Rohrlage und Auftrieb mussten unter diesen Randbedingungen nachgewiesen werden.

Problemstellung

Die Kernprobleme

1

Grundwasser ohne gesicherte Einleitung

Problem

Die Trasse lag im Grundwasser, doch für eine konventionelle Wasserhaltung war die Einleitung nicht gesichert.

Lösungsansatz

Die Planung musste den Wasserstand und die beengte innerstädtische Lage gemeinsam berücksichtigen.

2

Wasserdichte Rohrdurchführung

Problem

Der Kanal DN 800 musste den Baugrubenverbau gegen drückendes Grundwasser queren.

Lösungsansatz

RSS-Wand, Schachtblock und Geoponton wurden als zusammenhängende Bauwerke geplant.

3

Nachweis neben Bestandsgebäuden

Problem

Tiefe Baugruben, Geräte- und Gebäudelasten wirkten auf den Verbau im engen Baufeld.

Lösungsansatz

FEM-Modelle prüften Tragfähigkeit und Verformungen für Bau- und Endzustände.

4

Herstellung unter Wasser

Problem

Die Bauteile mussten zunächst im Grundwasser hergestellt werden, bevor ein trockener Arbeitsraum entstehen konnte.

Lösungsansatz

Kontraktorverfahren, Verbauboxen und Querschotte strukturierten den Einbau.

5

Rohrgraben im Geoponton

Problem

Nach Herstellung des äußeren Blocks war ein präziser Kanalgraben ohne zusätzliche Aussteifung erforderlich.

Lösungsansatz

Der rückverfestigte Block wurde nach Freigabe im Inneren erneut ausgehoben.

6

Auftrieb bei der Rohrverlegung

Problem

Das DN-800-Rohr konnte im frischen Flüssigboden aufschwimmen und seine Lage verlieren.

Lösungsansatz

Rohrverlegehilfen sollten die Lage sichern und den Auftriebsverlauf anzeigen.

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Inhalt der vollständigen Referenz

9 Abschnitte
  1. Baugrund, Grundwasser und Bauumfeld Planungsgrundlagen für den Kanal DN 800 in der innerstädtischen Baugrube.
  2. Vier aufeinander abgestimmte Bauwerke RSS-Wand, Schachtblock, Geoponton sowie Start- und Zielbaugrube.
  3. FEM-Nachweise für Bau- und Endzustand Modelle und Materialparameter für Verbau, Geoponton und Rohr.
  4. Einbau unter Wasser im Kontraktorverfahren Verbauboxen, Querschotte und Wasserverdrängung beim Erstaufbau.
  5. Zweitaushub im RSS-Geoponton Trockener Rohrgraben nach Freigabe des rückverfestigten Blocks.
  6. Rohrlage, Auftrieb und Zweitverfüllung Stütz- und Gewölbewirkung der Bettung sowie Sicherung beim Einbau.
  7. Rezeptur und Qualitätssicherung Bauteilspezifische Ziele, Freigabe zum Zweitaushub und belasteter Aushub.
  8. Kosten, CO₂-Vorabkalkulation und Aussagegrenzen Planwerte im Vergleich zur konventionellen Kanalbauweise.
  9. Fotodokumentation Lagepläne, FEM-Abbildungen, Technologiefolien und weitere Baustellenfotos.
Seminar 4. – 5. November 2026

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69e5dccc aadb 4d46 b17b 2daa50d1648e Geleitet von Wolf-Hagen Stolzenburg CEO
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  • 04.11.2026
  • 05.11.2026

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Technologie Kanalbau & Erdkabel 11/26

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