In der innerstädtischen Großbaugrube am Staatstheater Karlsruhe war ein Entwässerungssystem von rund 110 m Länge zu erneuern beziehungsweise neu zu bauen. Rund 60 m davon betrafen einen Regenwasserkanal DN 800 im Grundwasser; hinzu kamen Schächte sowie Start- und Zielbaugruben.
Der Grundwasserstand lag entlang der Kanaltrasse teilweise über dem Rohrscheitel. Beengte Platzverhältnisse, angrenzende Bestandsgebäude und parallel arbeitende Gewerke erschwerten den Aushub und die wasserdichte Rohrdurchführung durch den Baugrubenverbau.
Für die Wassermengen einer konventionellen Grundwasserhaltung war keine gesicherte Einleitung in einen geeigneten Vorfluter verfügbar. Außerdem enthielten Teile der Auffüllung Schadstoffe. Verbau, Rohrlage und Auftrieb mussten unter diesen Randbedingungen nachgewiesen werden.