Differenzsetzungen im Torf
Problem
Unterschiedlich belastete Trassenabschnitte konnten Gasleitungen stark verformen.
Lösungsansatz
Baugrund und Setzungsverhalten wurden als gemeinsame Planungsgrundlage untersucht.
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Lern-Referenz · Erdkabelbau · Teil der Schulung Technologie Erdkabel & Geoponton 03/27
Gemeinsamer Leitungsbau im Torf bei oberflächennahem Grundwasser
Eckdaten
An der Waltershofer Straße in Hamburg mussten zwei Gashochdruckleitungen und ein Erdkabel-Leerrohrpaket in einem rund 600 m langen Korridor verlegt werden. Die Trasse lag in Marschland mit Auffüllungen und Klei über einer durchgehenden Torfschicht.
Der Torf war stellenweise mehr als vier Meter mächtig; Grundwasser stand bereits nahe der Oberfläche. Die organischen Weichschichten ließen lang anhaltende und unterschiedlich große Setzungen erwarten. Für die Gasleitungen waren daraus entstehende Verformungen besonders kritisch.
Ein trockengelegter Graben hätte den Torf dem Sauerstoff ausgesetzt. Nach Erreichen der Endtiefe blieben laut Projektbeschreibung nur zwei bis vier Stunden bis zur Verfüllung. Zugleich musste der ausgehobene Torf im Baufeld bleiben und wieder eingebaut werden.
Problemstellung
Problem
Unterschiedlich belastete Trassenabschnitte konnten Gasleitungen stark verformen.
Lösungsansatz
Baugrund und Setzungsverhalten wurden als gemeinsame Planungsgrundlage untersucht.
Problem
Ein trockengelegter Graben hätte den Torf mineralisieren lassen; nach Endtiefe blieb wenig Zeit.
Lösungsansatz
Die Bauzustände wurden im Variantenvergleich und numerisch geprüft.
Problem
Ein Abpumpen vor dem Aushub hätte rechnerisch die Aushubsohle gefährdet.
Lösungsansatz
Erstaushub und Erstverfüllung wurden im und unter Wasser geführt.
Problem
Der eigentliche Leitungsgraben musste bei hohem Grundwasser trocken und standsicher sein.
Lösungsansatz
Der rückverfestigte Geoponton bildete Wände und Sohle des zweiten Grabens.
Problem
Die Rohre mussten durch die Verbauboxen geführt und im frischen Material gegen Auftrieb gesichert werden.
Lösungsansatz
Bettung, Rohrverlegehilfen und Schweißfenster wurden zum durchgehenden Ablauf verbunden.
Problem
Anschlüsse an unterschiedlich gegründete Bereiche durften keine unzulässigen Verformungen erzeugen.
Lösungsansatz
Die Endlagen wurden nach der Primärsetzung aus Messungen und Modellabgleich abgeleitet.
Bildstrecke
Trassenkorridor im Hamburger Marschland
Das Luftbild zeigt den Verlauf zwischen Straße, Entwässerungsgraben und Baufeld.
Mischanlage für den Torfboden
Zwei Fahrmischer werden an der eingerichteten Anlage mit Flüssigboden beladen.
Unterwassereinbau im Verbau
Flüssigboden wird aus dem Fahrmischer in die Verbaubox eingebracht.
Trockener Zweitaushub
Im rückverfestigten Flüssigboden stehen die Wände des zweiten Leitungsgrabens.
Mantelrohr im Bauwerk
Das Stahlbetonbauwerk liegt über dem eingebauten Mantelrohr.
Nur für Teilnehmende
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Geleitet von
Wolf-Hagen Stolzenburg
CEO
Termine
Vollständige Lern-Referenz inklusive
Technologie Erdkabel & Geoponton 03/27