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Lern-Referenz · Erdkabelbau · Teil der Schulung Technologie Erdkabel & Geoponton 03/27

Hamburg – Gas- und Erdkabeltrasse an der Waltershofer Straße

Gemeinsamer Leitungsbau im Torf bei oberflächennahem Grundwasser

Eckdaten

Das Projekt auf einen Blick

Gemeinsamer Korridor
rund 600 m
Torfmächtigkeit
2,4–4,3 m
Grundwasser
0,3–0,5 m u. GOK
Gasleitungen
2 × DN 400, DP 25
Erdkabel-Leerrohre
5 Bündel à 4 × DN 125
Medienrohre
4 × DN 50
Tragfähiger Sand
bis rund 7,0 m Tiefe
Bauweise
RSS-Geoponton aus örtlichem Torf

An der Waltershofer Straße in Hamburg mussten zwei Gashochdruckleitungen und ein Erdkabel-Leerrohrpaket in einem rund 600 m langen Korridor verlegt werden. Die Trasse lag in Marschland mit Auffüllungen und Klei über einer durchgehenden Torfschicht.

Der Torf war stellenweise mehr als vier Meter mächtig; Grundwasser stand bereits nahe der Oberfläche. Die organischen Weichschichten ließen lang anhaltende und unterschiedlich große Setzungen erwarten. Für die Gasleitungen waren daraus entstehende Verformungen besonders kritisch.

Ein trockengelegter Graben hätte den Torf dem Sauerstoff ausgesetzt. Nach Erreichen der Endtiefe blieben laut Projektbeschreibung nur zwei bis vier Stunden bis zur Verfüllung. Zugleich musste der ausgehobene Torf im Baufeld bleiben und wieder eingebaut werden.

Problemstellung

Die Kernprobleme

1

Differenzsetzungen im Torf

Problem

Unterschiedlich belastete Trassenabschnitte konnten Gasleitungen stark verformen.

Lösungsansatz

Baugrund und Setzungsverhalten wurden als gemeinsame Planungsgrundlage untersucht.

2

Grundwasser und Verfüllfenster

Problem

Ein trockengelegter Graben hätte den Torf mineralisieren lassen; nach Endtiefe blieb wenig Zeit.

Lösungsansatz

Die Bauzustände wurden im Variantenvergleich und numerisch geprüft.

3

Erstaushub ohne Grundbruch

Problem

Ein Abpumpen vor dem Aushub hätte rechnerisch die Aushubsohle gefährdet.

Lösungsansatz

Erstaushub und Erstverfüllung wurden im und unter Wasser geführt.

4

Trockener Zweitaushub

Problem

Der eigentliche Leitungsgraben musste bei hohem Grundwasser trocken und standsicher sein.

Lösungsansatz

Der rückverfestigte Geoponton bildete Wände und Sohle des zweiten Grabens.

5

Lage der Gasleitungen

Problem

Die Rohre mussten durch die Verbauboxen geführt und im frischen Material gegen Auftrieb gesichert werden.

Lösungsansatz

Bettung, Rohrverlegehilfen und Schweißfenster wurden zum durchgehenden Ablauf verbunden.

6

Übergänge mit anderer Setzung

Problem

Anschlüsse an unterschiedlich gegründete Bereiche durften keine unzulässigen Verformungen erzeugen.

Lösungsansatz

Die Endlagen wurden nach der Primärsetzung aus Messungen und Modellabgleich abgeleitet.

Bildstrecke

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Inhalt der vollständigen Referenz

10 Abschnitte
  1. Baugrund, Grundwasser und Schutzbedarf Torf, hohe Wassergehalte und Differenzsetzungen als Ausgangslage.
  2. Variantenvergleich und numerische Nachweise Warum Wasserhaltung und Sandbettung hier problematisch waren.
  3. Torf-Rezeptur und zwei Flüssigbodenblöcke Äußerer dichter Geoponton und innerer Block mit geringerer Dichte.
  4. Erstaushub und Unterwassereinbau Verbauboxen, Querschott und Kontraktorverfahren im nassen Torf.
  5. Freigabe und trockener Zweitaushub Leitungsgraben innerhalb des rückverfestigten Geopontons.
  6. Einbau der Gashochdruckleitungen Bettung, Einfädeln, Auftriebssicherung und Schweißfenster.
  7. Montage des Erdkabel-Leerrohrpakets Rohrblöcke und Medienrohre im gleichen Baukorridor.
  8. Übergänge und Setzungsbeobachtung Anschlüsse nach der Primärsetzung auf Grundlage gemessener Endlagen.
  9. Qualität, Ressourcen und Grenzen Prüfungen, Verbleib des Torfs und Reichweite der Projektaussagen.
  10. Fotodokumentation Weitere Baustellenfotos, Baugrund- und FEM-Grafiken sowie Technologie- und Ablaufpläne.
Seminar 10. – 11. März 2027 · Merseburger Str. 189, Leipzig

Aus Hamburg, Waltershofer Straße lernen – für Ihr nächstes Projekt

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69e5dccc aadb 4d46 b17b 2daa50d1648e Geleitet von Wolf-Hagen Stolzenburg CEO
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Termine

  • 10.03.2027
  • 11.03.2027

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Technologie Erdkabel & Geoponton 03/27

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